WIEN. Die Interessenvertretung verweist auf aktuelle Netto-Preisdaten einzelner Molkereien, die aus ihrer Sicht zeigen, wie rasch zuvor aufgebaute Preisniveaus wieder verloren gegangen sind – bei gleichzeitig hohen Produktionskosten. Die IG-Milch macht dafür strukturelle Probleme der Marktsteuerung verantwortlich.
Nach Darstellung der IG-Milch handelt es sich bei der aktuellen Entwicklung nicht um einen plötzlichen Einbruch, sondern um das absehbare Ergebnis jahrelanger Fehlanreize. Dass einzelne Molkereien inzwischen eine Reduktion der Milchmenge fordern, wird grundsätzlich begrüßt, komme jedoch zu spät. „Was wir derzeit erleben, ist kein Naturereignis, sondern ein Systemfehler“, sagt Ewald Grünzweil von der IG-Milch.
Kritisch sieht die IG-Milch, dass der aktuelle Netto-Milch-Auszahlungspreis wieder auf dem Niveau von 2022 liege, während die Produktionskosten weiterhin hoch seien. Der Agrarpreisindex für tierische Erzeugung liege nach wie vor über dem Niveau von 2022. „Die Kosten bleiben hoch, der Milchpreis sinkt – diese Schere geht immer weiter auf“, argumentiert Grünzweil.
Auch Aussagen von Vertretern großer Molkereien, wonach steigende Mengen kein Problem darstellten und stabile Preise zu erwarten seien, sieht die IG-Milch im Nachhinein als Fehleinschätzung. Zudem verweist die Organisation darauf, dass Übermengen vom Lebensmitteleinzelhandel rasch erkannt und für Preisdruck genutzt würden, wodurch die Verhandlungsmacht der bäuerlichen Betriebe weiter sinke.
Die IG-Milch erneuert daher ihre Forderung nach einer verbindlichen Mengensteuerung. Aus ihrer Sicht könne nur eine vorbeugende Steuerung Übermengen verhindern und zu mehr Preisstabilität beitragen. „Ohne Mengensteuerung gibt es keine stabile Perspektive für die bäuerlichen Betriebe“, so Grünzweil.
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