IHaM: Einzelhandelsklima stabilisiert sich weiter
© PantherMedia Klaus Ohlenschlaeger
RETAIL Redaktion 06.07.2026

IHaM: Einzelhandelsklima stabilisiert sich weiter

Das heimische Einzelhandelsklima zeigt im ersten Halbjahr 2026 Anzeichen einer Stabilisierung, von einer nachhaltigen Erholung kann jedoch weiterhin keine Rede sein. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Halbjahresanalyse des Instituts für Handel, Absatz und Marketing (IHaM) der Johannes Kepler Universität Linz.

Demnach setzt sich die bereits im Vorjahr erkennbare Seitwärtsbewegung fort. Der Saldowert aus positiven und negativen Einschätzungen der Einzelhandelsmanager liegt mit minus sechs Prozentpunkten weiterhin im negativen Bereich. Ein positiver Wert wurde zuletzt im zweiten Halbjahr 2021 erreicht. Die Studienautoren sprechen daher eher von einer Bodenbildung als von einem beginnenden Aufschwung.

Im europäischen Vergleich bleibt Österreich trotz einer gewissen Stabilisierung im Hintertreffen. Unter den 25 untersuchten EU-Ländern belegt die Republik lediglich Rang 21 und zählt damit weiterhin zu den Schlusslichtern. In 16 Staaten liegt das Einzelhandelsklima bereits im positiven Bereich. Angeführt wird das Ranking von Schweden mit einem Saldowert von plus 23 Prozentpunkten, gefolgt von Tschechien, Slowenien und Italien. Österreich liegt mit minus vier Prozentpunkten hingegen deutlich zurück. Schlechter schneiden lediglich einige wenige Länder ab, darunter Deutschland und Frankreich.

„Der Iran-Konflikt dürfte den bereits fragilen Erholungsprozess zusätzlich gebremst haben. Dennoch zeigt das Einzelhandelsklima im I. Halbjahr 2026 eine stabile Seitwärtsentwicklung“, sagt Handelsforscher Ernst Gittenberger. Ein Aufschwung sei derzeit jedoch nicht erkennbar, auch die Erwartungen der Einzelhandelsmanager für das dritte Quartal 2026 ließen keine wesentliche Verbesserung erwarten.

Institutsvorstand Christoph Teller verweist auf die Bedeutung des Einzelhandelsklimas als Frühwarnindikator für die wirtschaftliche Entwicklung. Die Konsumenten seien nach wie vor verunsichert, weshalb derzeit keine konjunkturellen Impulse für den Handel zu erwarten seien. „Die Zeichen stehen aber noch nicht auf Erholung“, so Teller.

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