Ja! Natürlich will über das Mikrobiom reden
© Ja! Natürlich/Christian Dusek
RETAIL Redaktion 02.10.2026

Ja! Natürlich will über das Mikrobiom reden

Die Mikrobiom-Forschung untersucht die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Darmgesundheit und 30 Pflanzen. Ja! Natürlich macht mit.

Gesunde Böden, vielfältige Ernährung, Darmgesundheit – um die Verbindung deutlich zu machen und noch genauer zu untersuchen, unterstützt Ja! Natürlich im Zuge einer Forschungskooperation die Mikrobiomforscherin und Universitätsprofessorin Gabriele Berg. Diese Zusammenarbeit wurde jüngst in Wien vorgestellt. medianet hat mit der Geschäftsführerin der Bio-Pioniere, Klaudia Atzmüller, über die Hintergründe gesprochen und wie dies bei den Konsumenten ankommen soll.

71% kennen es nicht
Denn laut einer aktuellen, von dem Unternehmen beauftragten Befragung haben 71% noch nie von der Empfehlung gehört, rund 30 unterschiedliche pflanzliche Lebensmittel pro Woche zu sich zu nehmen. Diese Zahl ist aber als Richtwert zu verstehen: „Für uns steht weniger die Zahl 30 an sich im Mittelpunkt, sondern das Verständnis dafür, warum Vielfalt in unserer Ernährung wichtig ist.“ Und die Relevanz des Themas Mikrobiom soll stärker ins Bewusstsein der Menschen gerückt werden. Um gerade das zu erreichen, startete man die Kooperation zur Mikrobiomforschung mit der Universitätsprofessorin, um „besser zu verstehen, wie unterschiedliche landwirtschaftliche Anbaumethoden die Mikrobiome entlang der Lebensmittelproduktionskette prägen – vom Boden über die Pflanze bis zum Lebensmittel auf dem Teller.“
Diese Erkenntnisse sollen in der Folge in den Alltag übersetzt werden – in dem Zusammenhang spielen die „30 Pflanzen pro Woche“ wiederum eine große Rolle: Es ist ein anschaulicher Impuls, um die Thematik greifbar zu machen. Die dazugehörige Kommunikation geschieht am POS und darüber hinaus: „Wir greifen das Thema aktuell im Rahmen einer 360-Grad-Kampagne auf.“ Ein weiteres Ziel ist es zu betonen, dass es nicht nur um Obst und Gemüse geht, sondern um die gesamte Vielfalt von Hülsenfrüchten über Vollkorn, Nüsse und Samen bis hin zu fermentierten Lebensmitteln. Dazu setzt man auf unterschiedliche Kontaktpunkte: von Social Media und der Zusammenarbeit mit Expertinnen für Rezepte bis hin zu konkreten Informationen und Tipps.

Boden als Grundlage
Eine zentrale Rolle spielt der Bio-Anbau, denn eine derartige Landwirtschaft arbeitet mit natürlichen Kreisläufen und setzt unter anderem auf vielfältige Fruchtfolgen, Zwischenfrüchte und unterschiedliche Kulturen sowie auf den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger, so Atzmüller: „Das trägt dazu bei, Bodengesundheit und Biodiversität zu fördern und die natürlichen Grundlagen der Lebensmittelproduktion langfristig zu erhalten. Für uns gehört all das zusammen: gesunde Böden, Biodiversität, eine widerstandsfähige heimische Bio-Landwirtschaft und ein vielfältiges Angebot an Lebensmitteln für die Menschen.“

Schon jetzt ist es so, dass Ja! Natürlich bei Billa und Billa Plus auf ein breites Angebot verschiedenster regionaler und saisonaler Produkte setzt – im Gegensatz zum Diskont, der auf schnell drehende Klassiker und somit ein kleineres Sortiment setzt.

Breites Angebot als Prinzip
Die Kunden finden also schon genug unterschiedliche Pflanzen. Und ein Grundsatz des Unternehmens ist es, Bio-Lebensmittel aus Österreich für möglichst viele Menschen verfügbar zu machen und dabei auch regionale und saisonale Vielfalt zu fördern: „Mehr als 80 Prozent unserer Produkte stammen aus Österreich. Gleichzeitig arbeiten wir laufend daran, neue Kulturen und Sorten in der heimischen Bio-Landwirtschaft zu etablieren und wertvolle Sorten zu erhalten.“

Das reicht beispielsweise von Tomatenraritäten wie Ochsenherz, Green Zebra oder Black Cherry bis hin zu Bio-Reis aus dem Seewinkel, österreichischen Edamame, Tigerzitronen oder Zwiebelraritäten. Solche Projekte entstehen häufig in enger und langfristiger Zusammenarbeit mit Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern: „Die aktuelle Befragung bestärkt uns darin: 86 Prozent der Befragten ist eine gute Auswahl an Gemüse und Obst im Lebensmittelhandel wichtig.“

Und die Erwartungen an die Zusammenarbeit? „Die Forschungskooperation wurde gerade erst gestartet. Im Fokus steht zunächst der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn: Wir wollen besser verstehen, wie unterschiedliche landwirtschaftliche Anbaumethoden die Mikrobiome entlang der Lebensmittelproduktionskette prägen und welche Zusammenhänge sich dabei zeigen.“ Eine Initiative, die in der 30-jährigen Tradition von Ja! Natürlich steht.

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