WIEN. Rund die Hälfte der österreichischen Milchziegen wird nach Bio-Richtlinien gehalten. Damit zählt die Milchziegenhaltung zu den Nutztierbereichen mit dem höchsten Bio-Anteil. Insgesamt werden in Österreich rund 39.700 Milchziegen gehalten.
Bio-Betriebe setzen unter anderem auf Weidegang oder Auslauf, mehr Platz, eingestreute Liegeflächen und Bio-Futtermittel. Gleichzeitig erfüllen auch konventionell wirtschaftende Betriebe hohe gesetzliche Standards und tragen zur Versorgung mit regionalen Ziegenmilchprodukten bei.
„Die Milchziegenhaltung steht für Qualität, Regionalität und großes Engagement der Bäuerinnen und Bauern. Zahlen zeigen, dass die Nachfrage nach Ziegenmilchprodukten seit Jahren kontinuierlich leicht wächst. Lange galt Ziegenmilch als Nischenprodukt mit einer besonders starken Verankerung in der biologischen Landwirtschaft. Die wachsende Beliebtheit von Ziegenmilch und Ziegenmilchprodukten führt nun dazu, dass auch immer mehr konventionelle Betriebe auf diesen Produktionszweig setzen. Hier bieten das AMA-Biosiegel und das AMA-Gütesiegel eine verlässliche Orientierung und stehen für Qualität, Herkunftssicherung und unabhängige Kontrollen“, sagt Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing.
Die durchschnittliche Milchleistung einer Milchziege beträgt 664 Kilogramm pro Jahr. Die Milch wird überwiegend zu Trinkmilch, Joghurt, Frischkäse oder Käse verarbeitet. Die Inlandsverwendung von Ziegenmilch ist in den vergangenen 30 Jahren von 13.741 Tonnen im Jahr 1995 auf 26.445 Tonnen im Jahr 2024 gestiegen und hat sich damit nahezu verdoppelt.
Orientierung bei der Produktauswahl bieten laut AMA-Marketing das AMA-Gütesiegel und das AMA-Biosiegel für Ziegenmilch. Die Qualitätsprogramme legen Anforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette fest – von der Tierhaltung über die Verarbeitung bis zum Verkauf. (red)