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Kampf dem Plastik © Helge Kirchberger Photography

Mit einem Wiederverwendbar-Sackerl sagt Interspar den leichten Obst- und Gemüsesackerln den Kampf an.

© Helge Kirchberger Photography

Mit einem Wiederverwendbar-Sackerl sagt Interspar den leichten Obst- und Gemüsesackerln den Kampf an.

Eva Kaiserseder 20.04.2018

Kampf dem Plastik

Mehrwegsackerl statt Einmal-und-nie-wieder bei Obst & Gemüse: Spar legt eine Alternative vor.

••• Von Eva Kaiserseder

SALZBURG. Als Synonym für unnötigen Müll halten sie oftmals her: die dünnen Einwegsackerl in der Obst- und Gemüseabteilung im LEH. Konzipiert für eine extrem kurze Gebrauchsdauer, landen die extrem leichten Plastiksackerl meist umgehend im Müll – für Interspar ein Grund, aktiv zu werden und nach einer Alternative zu suchen: Ab sofort werden Mehrweg-Lösungen anstatt der klassischen Sackerl geboten. Konkret sieht das so aus, dass die Kunden Polyester-Netze zum Immer-wieder-Gebrauch kaufen können. Praktischerweise sind die Netze mit einer Stofflasche versehen, an denen man das Waagen-Etikett aufkleben und nach Gebrauch simpel wieder ablösen kann.

Das Netz ist bei 30 °C waschbar und lässt sich beliebig oft wiederverwenden. Bereits ab der sechsten Verwendung spart es im Vergleich zu herkömmlichen Obstsackerl Material und damit CO2 ein. Bis zu acht Äpfel lassen sich pro Sackerl transportieren. Das Wiederverwendbar-Sackerl gibt es ab sofort in den Obst- und Gemüseabteilungen von Interspar in Wien und ab Anfang Mai in ganz Österreich. Das 4er-Pack kostet 1,49 €.
Sparmaßnahmen beim Plastik sind seit Längerem Thema beim LEH-Riesen, und das mit Erfolg, wie die Nachhaltigkeits­agenda des Ministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus bescheinigt: Vergangenes Jahr wurden bei Spar und Interspar über 20% an Obst- und Gemüsesackerln eingespart. In allen Sortimentsbereichen wird auf eine ressourcenschonende Verpackung geachtet. So wurde beispielsweise die Verpackung der ‚Spar enjoy'-Sandwiches von Plastik auf Karton umgestellt, was einer Plastik-Einsparung von 22 t Kunststoff pro Jahr entspricht.

20 Prozent weniger Plastik

Bereits in der Vergangenheit haben Spar und Interspar Alternativen zu Obst- und Gemüsesackerl getestet. 2014 stellte Spar leichte Bio-Sackerl zur Wahl, die zum Teil aus Bio-Kunststoff bestanden. 2016 konnten Kundschaften Obst und Gemüse in Papier-Sackerl verpacken. Beide Varianten erwiesen sich aber als nicht praktikabel und brachten vor allem keine wesentliche CO2-Einsparung um Vergleich zu herkömmlichem Plastik. Nun probiert man es mit wiederverwendbaren Sackerln.

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