ALPBACH. Im Mittelpunkt stand die künftige Rolle von Gastronomie und Hotellerie als wirtschaftlicher Faktor und gesellschaftlicher Begegnungsraum. Zu den Teilnehmern zählte Zukunftsforscher Matthias Horx.
Horx sieht in der fortschreitenden Digitalisierung einen Gegentrend hin zu persönlichen Begegnungen. „Digitalisierung erzeugt den Wunsch nach Haptik. Individualisierung erzeugt die Sehnsucht nach Gemeinschaft. Globalisierung steigert die Bedeutung von Lokalität“, erklärte er. Angesichts zunehmender gesellschaftlicher Vereinsamung werde Gastronomie verstärkt zur sozialen Infrastruktur.
Auch Metro sieht Restaurants, Cafés, Wirtshäuser und Heurige zunehmend als Orte des gesellschaftlichen Austauschs. „Eine lebendige Gastronomie ist für eine offene Gesellschaft unverzichtbar“, sagt Ivonne Bollow, Senior Vice President Corporate Communications, Public Policy & Responsibility der Metro AG. Gemeinsame Begegnungen und unterschiedliche Meinungen seien wesentliche Elemente einer demokratischen Gesellschaft.
Digitalisierung und persönliche Gastlichkeit seien dabei nicht als Gegensätze zu verstehen. Digitale Lösungen könnten Gastronomen bei Sichtbarkeit und Effizienz unterstützen, persönliche Begegnungen aber nicht ersetzen. „Der eigentliche Wert entsteht jedoch dort, wo Menschen einander begegnen – am Tisch“, sagt Marcus Kratzsch, Head of Sales von Metro Österreich.
Metro will sich vor diesem Hintergrund verstärkt als Partner bei der Weiterentwicklung gastronomischer Geschäftsmodelle positionieren. „Wer Gastronomie stärkt, stärkt Begegnung. Wer Begegnung stärkt, stärkt Gemeinschaft und somit den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, betont Gero Dittrich, Geschäftsführer der Metro Cash & Carry International Holding.
„Diskussion TV versus Digital ist überholt“
Der Medienmarkt befindet sich im Umbruch: Globale Plattformen setzen heimische Medien wirtschaftlich unter Druck, KI eröffnet neue Möglichkeiten und sorgt zugleich für Verunsicherung,