Nah&Frisch setzt Hybridkurs fort
© Thomas Lechner
Hannes Wuchterl
RETAIL Redaktion 20.03.2026

Nah&Frisch setzt Hybridkurs fort

Nach zweistelligen Zuwächsen im Vorjahr soll das Netz heuer auf insgesamt über 90 Standorte ausgebaut werden.

WIEN. Nah&Frisch hat ein weiteres herausforderndes Jahr hinter sich gebracht. Die anhaltend angespannte Kostensituation forderte erneut einige Opfer, in Summe haben zehn Gemeinden Nahversorger verloren – und beim Tankstellengeschäft gingen letztlich auch zwölf Standorte an den Mitbewerb verloren. Daraus ergibt sich ein Umsatz­rückgang von 2,5% auf nunmehr 324 Mio. € (inkl. Nah&Frisch punkt). Doch es gibt auch gute Nachrichten: Jene Standorte, welche sowohl 2024 als auch 2025 jeweils zwölf Monate am Netz waren, verzeichneten ein durchschnittliches Umsatzplus von 4,8% – und die Hybridstandorte legten sogar eindeutig zwei­stellig zu

Erfolgsmodell Hybrid
„Hybrid ist ein durchschlagender Erfolg. Das Plus der Hybrid-Standorte die sowohl 2024 als auch 2025 am Netz waren – also vergleichbar sind – beträgt durchschnittlich 21 Prozent. Und die Flotte wird auch 2026 kräftig wachsen – auf über 90 Standorte“, berichtet Nah&Frisch-Geschäftsführer Hannes Wuchterl.
Aktuell hält Nah&Frisch bei 359 Standorten (Durchschnittsfläche: 203 m²) und 1.362 Mitarbeitern. Für 2026 rechnet Wuchterl mit einem Standortzuwachs – nicht zuletzt, weil im Laufe des Jahres einige ehemalige Unimarkt-Standorte zu Nah&Frisch wechseln werden. Den Anfang machte am 1. März der einstige Unimarkt in Loosdorf. Er wird nun von Maria Fischer – einst Franchisenehmerin, nunmehr Kauffrau – samt bestehendem Team weitergeführt.

Weitere Übernahmen
Ein weiterer Standort ist der Unimarkt Gierlinger in Haslach im Mühlviertel: Er schloss vergangenen Samstag seine Pforten – und soll noch im April als Nah&Frisch-Markt wiedereröffnet werden. Auch Harald Ettinger, ehemaliger Betreiber des Unimarkts in Rehberg bei Krems, dürfte als Nah&Frisch-Kaufmann weitermachen. (red)

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