Ritter Sport sorgt  für den Proteinkick
© Ritter Sport/Martin Steiger
Wolfgang Stöhr
RETAIL Redaktion 13.02.2026

Ritter Sport sorgt für den Proteinkick

Der Marktführer bei den veganen Schokoladentafeln hat ein weiteres Trendsegment im Blick – und damit neue Zielgruppen.

•• Von Paul Hafner

Ritter Sport Österreich hat die fast zwei Jahre anhaltende, phasenweise dramatische Kakaopreisrallye übertaucht – und sich dabei gut geschlagen: Trotz einem herausfordernden Marktumfeld, volatiler Preise und einem leicht rückläufigen Absatz im heimischen Tafelschokoladenmarkt konnte man den Umsatz von 22,3 auf 25,3 Mio. € steigern – ein nominelles Wachstum von rund 18%.

Mit einem umsatzmäßigen Marktanteil von 6,8% und einem Absatzanteil von 5,8% sowie insgesamt 10,5 Mio. verkauften Tafeln (plus 18,3 Mio. verkauften Amicelli-Röllchen) bleibt man die Nummer drei unter den heimischen Schokoladenherstellern.

Vegane Nummer eins
Unantastbar bleibt Ritter Sport Österreich im Wachstumssegment Vegan: Mit 80,2% Marktanteil im Tafelschokoladenmarkt hat man fast so etwas wie eine Monopolstellung inne. Die Zeichen der Zeit erkannte Ritter Sport früh – und nahm bereits 2016, als einer der ersten Schokoladenhersteller, vegane Tafeln ins Sortiment auf.

Seither wurde das Produktportfolio kontinuierlich erweitert und optimiert. Und bleibt weiter innovativ: Anlässlich des zehnjährigen Vegan-Jubiläums wurde kürzlich mit der neuen Vegan Tropical Coconut eine weitere pflanzliche Sorte auf den Markt gebracht, die erstmals ein fruchtiges Geschmacksprofil ins pflanzliche Portfolio bringt. Produziert wird die neue Sorte – wie das gesamte vegane Sortiment von Ritter Sport seit 2021 – im burgenländischen Breitenbrunn.

Startschuss für neue Range
Parallel dazu will Ritter Sport auch in einem anderen Trendsegment Fuß fassen: Im Rahmen eines Pressegesprächs am Mittwoch stellte das Familienunternehmen die neue Proteinrange vor: „Crunchy Hazelnut“ und „Crunchy Peanut“ (jeweils im 75 g-Tafelformat) kombinieren Vollmilchschokolade mit knackigen Nüssen und krossen Proteincrisps. Die beiden Tafeln enthalten jeweils 13,5 g Protein – und damit teils doppelt so viel wie die Sorten des Standardsortiments. Für den markanten Unterschied im Nährstoffprofil sorgen v.a. Milch- und Mandel­eiweiß.

„Protein ist längst kein Nischenthema mehr. Mit der Ritter Sport-Protein-Tafelschokolade kommen wir diesem Trend nach und schaffen ein weiteres Genussprodukt für einen gewissen Lifestyle“, so Wolfgang Stöhr, Geschäftsführer von Ritter Sport Österreich. „Damit wollen wir nicht nur unsere bestehenden Kundinnen und Kunden, sondern auch ein neues, proteinaffines Publikum ansprechen.“

Während der Protein-Boom im Kühlregal schon länger Bestand hat (man denke etwa an „High Protein“-Joghurts oder -Topfencremen), ist Ritter Sport als erster großer Hersteller mit einer Proteinschokolade im Tafelformat erneut Pionier.

Zu 100% rückverfolgbar
Schrittmacher war Ritter Sport übrigens auch bei der Zertifizierung seiner Schokolade: Bereits seit 2018 bezieht das Familienunternehmen 100% seiner Schokolade aus zertifizierten Quellen (Rainforest Alliance und Fairtrade Cocoa Program). Seit dem vergangenen Jahr ist der gesamte Kakao, den Ritter Sport in seinen Werken in Deutschland und in Österreich verarbeitet, bis zur Farm rückverfolgbar.

„Eine 100 g-Tafel Ritter-Sport-Schokolade enthält eine ganze Kakaofrucht, ergänzt durch weitere hochwertige Zutaten. Kakao ist damit das Herzstück unserer Produkte und ein kostbarer Rohstoff, der unter anspruchsvollen Klimabedingungen angebaut wird. Als Schokoladenhersteller sehen wir es als unsere Verantwortung, aktiv zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz beizutragen“, beteuert Stöhr.

Klimaneutral seit 2020
Den Weg in Richtung Klimaneutralität hat Ritter Sport schon vor über 20 Jahren eingeschlagen. Seit 2019 produziert das Unternehmen klimaneutral, indem unvermeidbare Emissionen entlang der Bereiche Scope 1, 2 und 3 (eigene Anlagen, zugekaufte Energie, Emissionen entlang der Lieferkette und bei Nutzung der Produkte) durch Gold Standard-Klimazertifikate ausgeglichen werden. Im Folgejahr wurde das Unternehmen klimaneutral – ebenso durch den Ausgleich unvermeidbarer Emissionen mit Gold Standard-Klimazertifikaten. Bis 2030 soll der CO2-Ausstoß in allen drei Bereichen um 42% reduziert werden.

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL