Seiersberg setzt  auf Mix und Marke
© Benjamin Gasser
Anton Cech, Geschäftsführer der ShoppingCity Seiersberg
RETAIL Redaktion 17.04.2026

Seiersberg setzt auf Mix und Marke

Das EKZ nahe Graz setzt auf Vielfalt mit Weiterentwicklung und ist mit dem Kurs auf 400 Mio. Euro Erlös ambitioniert.

SEIERSBERG. Die ShoppingCity Seiersberg positioniert sich zunehmend als Plattform für die Weiterentwicklung des stationären Handels. Aktuelle Kennzahlen sowie strategische Maßnahmen zeichnen ein insgesamt stabiles Bild. So konnte das Center zwischen 2019 und 2025 die Besucherfrequenz um 24,6% steigern und verzeichnete zuletzt rd. 7,79 Mio. Besucher pro Jahr. Parallel dazu wuchs der Umsatz im selben Zeitraum um 15% auf zuletzt 383 Mio. €. Das entspricht einem Plus von rd. 50 Mio. € pro Jahr. Für 2026 setzt sich das Management unter der Führung von Anton Cech ambitionierte Ziele: Die Zielvorgabe lautet auf acht Millionen Besucher und einen Erlös von rd. 400 Mio. €.

Rahmenbedingungen harsch
Die aktuelle Entwicklung zeigt allerdings auch erste Bremsspuren: Im ersten Quartal 2026 lag die Frequenz leicht unter Vorjahr (−1,61%), auch der Umsatz entwickelte sich mit −1,46% rückläufig. Vor diesem Hintergrund setzt die ShoppingCity Seiersberg verstärkt auf Attraktivierung und Weiterentwicklung des Angebots. Ein zentraler Hebel bleibt der Mietermix; er wird der kontinuierlich erweitert. 2025 kamen unter anderem Marken wie Comma, Skechers oder Pearle hinzu. 2026 stehen als weitere Neuzugänge Søstrene Grene, Thalia oder Tchibo an.

Smart Move: Neue Nutzungen
Ein besonderer Fokus liegt zudem auf neuen Nutzungskonzepten. Mit dem Einstieg in das Segment Elektromobilität (etwa: BYD Pioneer Store) erweitert das Center sein Profil über den klassischen Handel hinaus. Flankiert wird diese Entwicklung durch Investitionen in Infrastruktur und Nachhaltigkeit: Eine groß dimensionierte Photovoltaikanlage deckt künftig rund 15% des Strombedarfs. Insgesamt verfolgt die ShoppingCity Seiersberg eine klare Linie: Neben dem Markenportfolio sollen Investitionen in Infrastruktur, neue Konzepte und ein stärkerer Entertainment-Fokus die Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern. (red)

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