WIEN. Abhängig von der Angebotsspanne könnte die Bewertung auch 28 Mrd. Dollar erreichen. Bislang hatte das für günstige Mode und schnell wechselnde Kollektionen bekannte Unternehmen einen Börsenwert von 30 bis 40 Mrd. Dollar angepeilt.
Die Zeichnungsfrist für den Börsengang soll am 19. August beginnen, die Erstnotiz ist für 28. August vorgesehen. Bei einer Finanzierungsrunde im Jahr 2022 war Shein noch mit 100 Mrd. Dollar bewertet worden. In den vergangenen Wochen hatten Investoren angesichts des schwächeren Wachstums Zweifel am bisherigen Bewertungsziel geäußert.
Verändert haben sich auch die Rahmenbedingungen in wichtigen Absatzmärkten. Shein und andere chinesische Anbieter wie Temu profitierten lange vom Direktversand aus chinesischen Fabriken an Endkunden und von Zollbefreiungen für Waren unter bestimmten Wertgrenzen. Die USA und die Europäische Union reagierten darauf mit Änderungen ihrer Zollbestimmungen beziehungsweise zusätzlichen Abgaben. Shein schrieb daraufhin im ersten Quartal Verluste.
Der mittlerweile in Singapur ansässige Modehändler produziert seine Kleidung in China und vertreibt sie außerhalb der Volksrepublik. Täglich bringt Shein mehrere tausend neue Artikel seiner zehn Marken auf den Markt. Ein auf die Nachfrage abgestimmtes Produktionssystem ermöglicht eine rasche Anpassung der Stückzahlen. Der Anteil unverkaufter Ware liegt dadurch nach Unternehmensangaben dauerhaft im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
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