WIEN. Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in den Einkaufsalltag. Laut einer aktuellen Studie von Shopfully hat jeder fünfte österreichische Konsument in den vergangenen zwölf Monaten KI genutzt, um sich vor einem Kauf zu informieren oder Produkte zu vergleichen.
Am häufigsten kommen dabei allgemeine KI-Plattformen wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity zum Einsatz. 89 Prozent der österreichischen KI-Nutzer greifen auf diese Angebote zurück. Chatbots für den Kundensupport und virtuelle Shoppingassistenten werden deutlich seltener genutzt.
Vor allem Preisvergleiche stehen im Fokus: 46 Prozent der Befragten wünschen sich KI-Funktionen, die Angebote verschiedener Händler vergleichen. Auch Werkzeuge zur Erkennung irreführender Preisgestaltung stoßen auf Interesse. Dagegen finden personalisierte Produktempfehlungen oder Einkaufslisten deutlich weniger Zuspruch.
42 Prozent der österreichischen Befragten lehnen die vorgeschlagenen KI-Funktionen allerdings grundsätzlich ab und möchten ihre Kaufentscheidungen weiterhin ohne KI treffen. Damit liegt Österreich über dem europäischen Durchschnitt von 34 Prozent.
„Wir sehen einen klaren Wandel im Einkaufsverhalten: KI wird zunehmend als praktisches Recherche- und Vergleichswerkzeug genutzt. Entscheidend ist dabei nicht, dass KI Empfehlungen ausspricht, sondern dass sie Verbraucherinnen und Verbrauchern hilft, Preise transparent zu vergleichen und bessere Kaufentscheidungen zu treffen. Für Händler bedeutet das: Wer KI einsetzt, sollte weniger auf technische Spielereien setzen, sondern auf Funktionen, die echten Mehrwert schaffen und den Menschen Zeit und Geld sparen”, sagt Alexandra Aichholzer, Country Manager von Shopfully Austria.
Für die Studie wurden im ersten Quartal 2026 insgesamt 6.605 Personen ab 25 Jahren in Österreich sowie sieben weiteren europäischen Ländern online befragt. (red)