Während der Gesamtumsatz in den vergangenen zehn Jahren um 56% gestiegen ist, sank die Zahl der Standorte um 7%. Nach dem Höchststand von rund 41.200 Betrieben im Jahr 2015 sind 2026 noch etwa 38.600 Standorte aktiv. Die jüngste leichte Erholung ist vor allem auf kleinere Imbiss- und Take-away-Konzepte zurückzuführen.
Das klassische Gasthaus beziehungsweise Restaurant bleibt mit rund 29% die größte Kategorie, gefolgt von der Hotelgastronomie mit 21,2%. Imbiss- und Fast-Food-Konzepte kommen bereits auf 12,1% und bilden damit die drittgrößte Kategorie.
Besonders stark entwickelt sich die Systemgastronomie. Rund 1.100 Standorte beziehungsweise knapp 3% aller Gastronomiebetriebe arbeiten nach standardisierten Konzepten. Umsatzmäßig erzielen McDonald’s, Interspar-Restaurants und andere Systemgastronomen jedoch bereits fast 17% des Gesamtmarktes. Vorteile bieten zentral organisierte Prozesse bei Einkauf, Speisekarten, Personalplanung, Marketing und digitalen Bestellungen.
Das Wachstum konzentriert sich zunehmend auf frequenzstarke Standorte wie Einkaufs- und Fachmarktzentren, Bahnhöfe, Innenstadtlagen und touristische Zentren. RegioData sieht darin keinen einfachen Verdrängungsprozess von Wirtshäusern durch Ketten, sondern einen zunehmend professionalisierten Standortwettbewerb. Entscheidend werden klare Positionierung, effiziente Abläufe sowie die Abstimmung von Konzept, Zielgruppe und Standort.
Moser Holding: Krapf und Eisendle folgen auf Silvia Lieb
Nach der Freigabe des Zusammenschlusses von Moser Holding und Russmedia durch die Bundeswettbewerbsbehörde werden die Führungsstrukturen der neuen Mediengruppe im Westen Österreichs