•• Von Alexander Haide
WIEN. Bei der Jobsuche ist oftmals Flexibilität angesagt. Dennoch gibt es zahlreiche Punkte, die den Menschen bei der Recherche nach einer neuen Beschäftigung besonders wichtig sind, wie eine repräsentative marketagent-Studie im Auftrag von willhaben zeigt. Denn 70,1% der Jobsuchenden ändern ihr Suchverhalten noch während sie suchen, 20% davon weichen stark ab und 50,1% etwas. Nur knapp 30% ändern es wenig oder gar nicht.
Frauen sind wählerischer
Frauen sind in den Punkten Arbeitsort, Arbeitszeiten, Anfahrtsweg und Stundenanzahl des gesuchten Jobs zudem deutlich wählerischer als Männer. Was den Tätigkeitsbereich betrifft, werden 55,4% der Österreicher während der Suche spezifischer. 35,1% bleiben bei ihrer Wahl und verändern den Tätigkeitsbereich bei der Suche gar nicht.
„Gehalt, Arbeitszeiten sowie Arbeitsort und damit auch der Anfahrtsweg sind klassische Knackpunkte bei der Jobsuche“, fasst Markus Zink, Head of Jobs bei willhaben, die Ergebnisse zusammen. „Die Zahlen zeigen aber auch, dass nicht wenige Suchende ihre Präferenzen öfter ändern. Während jüngere Menschen ihr Suchverhalten tendenziell am wenigsten anpassen, machen dies am Weg zum passenden Job-Angebot ältere Menschen und Alleinstehende mit Kindern laut der Erhebung am stärksten.“
Wahrnehmung von Anzeigen
Was den Suchenden laut Erhebung bei Jobinseraten aktuell vermehrt auffällt, sind eine Zunahme an Teilzeitjobs (26%) und niedrigere Gehälter (24,1%). 14,8% nehmen in ihrem Suchbereich hingegen sogar eine Zunahme beim potentiellen Gehalt wahr. Weitere Beobachtungen sind eine Zunahme bei den Möglichkeiten Remote oder im Homeoffice zu arbeiten (22,4%) und mehr Hinweise auf Benefits (20,6%). Verstärkte Präsenz des Themas Unternehmenskultur, längere Bewerbungsprozesse, mehr befristete Stellen und die seltener werdende Verpflichtung, ein Bewerbungsschreiben bzw. einen Lebenslauf vorzulegen, wurden ebenfalls registriert. Die besten Jobaussichten finden sich aktuell im Bereich Vertrieb und Handel.
