•• Von Alexander Haide
WASHINGTON/WIEN. 64% der Beschäftigten in Österreich meinen – Arbeitsmarktlage hin oder her –, dass aktuell ein guter Zeitpunkt sei, einen Job zu finden. Gleichzeitig sind nur neun Prozent emotional hoch an den Arbeitgeber gebunden – und damit weniger als im europäischen Durchschnitt von zwölf Prozent. Und: 48% der Beschäftigten in Österreich blicken zuversichtlich in die Zukunft, doch 40% berichten von täglichem Stress. Zu diesen Erkenntnissen kam die Gallup-Studie „State of the Global Workplace 2026“.
Kritische Kombination
„Die eigentliche Herausforderung für Unternehmen sind nicht nur Konjunktur oder Fachkräftemangel“, analysiert Diana Sonnenberg, Principal bei Gallup. „Beschäftigte in Österreich schätzen den Arbeitsmarkt positiver ein als der europäische Durchschnitt, die hohe emotionale Bindung bleibt allerdings im einstelligen Bereich. Das ist eine kritische Kombination. Wenn die psychologischen Bedürfnisse am Arbeitsplatz unerfüllt bleiben, kann das in Frustration oder sogar innerer Kündigung resultieren. Im schlimmsten Fall wird das Verhalten destruktiv.“ Für die Studie wurden 141.444 Arbeitnehmende in 149 Ländern befragt.