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Die Sommersaison war heuer gut gebucht © APA/Hans Punz
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Redaktion 05.11.2021

Die Sommersaison war heuer gut gebucht

Zwischen Mai und September 2021 stieg die Gesamtzahl der Nächtigungen vs. 2020 um 17,9 Prozent.

WIEN. Im zweiten Corona-Sommer hat sich der heimische Tourismus heuer gegenüber dem Vorjahr spürbar erholt. Zwischen Mai und September 2021 stieg die Gesamtzahl der Nächtigungen gegenüber demselben Zeitraum im Vorjahr um 17,9% auf 58,34 Mio. Damit lagen diese aber immer noch um 17,2% unter dem Sommer 2019, zeigen vorläufige Daten der Statistik Austria. Vor allem im August und im September schnellten die Buchungen in die Höhe. Allein im September verzeichneten die Beherbergungsbetriebe mit 11,64 Mio. Übernachtungen ein kräftiges Plus von 17,6% gegenüber dem Vorjahresmonat und übertrafen damit sogar den September 2019 vor der Coronakrise (+1,9%).

Inlandsgäste als Treiber

„Wesentlicher Treiber waren abermals die Buchungen inländischer Gäste”, betonte Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Infolge der heuer verfügbaren Impfstoffe gegen Covid-19 und weniger restriktiven Reisebeschränkungen als im Vorjahr verstärkten auch die Touristen aus dem Ausland ihre Buchungen in den heimischen Tourismusbetrieben deutlich. Mehr als zwei Drittel (70,3%) aller Nächtigungen ausländischer Urlauber tätigten Deutsche.

Insgesamt machten im September 3,53 Mio. Menschen Urlaub in Österreich – das waren um ein Viertel mehr als im Pandemie-September 2020. Aus dem Inland kamen fast 1,44 Mio. Gäste (+ 7%), aus dem Ausland gab es 2,09 Mio. Ankünfte (+ 42%) – allein aus Deutschland 1,36 Mio. (+ 30,6%).
Von der Aufwärtsentwicklung im Tourismus profitiert allerdings fast ausschließlich die Ferienhotellerie; in den Städten herrschte diesen Sommer mangels Fernflugverbindungen – und somit auch mangels Touristen aus Asien und Übersee – nach wie vor Krisenstimmung.

Sorgenkind Wien

Da die Buchungen in Wien gleich im ersten Corona-Sommer 2020 massiv darniederlagen, kam es heuer bei den Nächtigungen zu einem, nur optisch starken, Nächtigungsplus von 76% auf 2,8 Mio. zwischen Mai und September 2021. Allein im September betrug der Zuwachs bei den Buchungen im Jahresabstand 110,3%. Das war aber immer noch um 46,8% weniger als im September 2019.

Die starken Sommertourismus-Bundesländer Tirol, Salzburg und Kärnten vereinten zwischen Mai und September das Gros der Nächtigungen auf sich: 17,5 Mio. Nächtigungen (+19%) entfielen auf Tirol, 10,5 Mio. (+19%) auf Salzburg und 8,8 Mio. auf Kärnten (+8%).
Auch vom Arbeitsmarkt kommen positive Signale. Die Arbeitslosigkeit in Österreich ging im Oktober insgesamt weiter zurück und lag sogar unter dem Niveau von vor der Coronakrise. Nach Branchen betrachtet, fiel im Tourismus die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr am stärksten (–40%).

Regeln für Saisonarbeitskräfte

Für mehr Planungsicherheit in der Branche soll eine neue Stammsaisoniersregelung sorgen: Arbeitsminister Martin Kocher hat eine Gesetzesnovelle in Begutachtung geschickt. Saisonarbeitskräfte aus Drittstaaten – in Tourismus, Land- und Forstwirtschaft – sollen Beschäftigungsbewilligungen außerhalb von Kontingenten und ohne Arbeitsmarktprüfung für die Saison erhalten, sofern sie unter bestimmten Bedingungen schon zuvor beschäftigt waren. Laut Ministerium kommen im Tourismus rd. 1.000 Personen dafür infrage. (APA/sb)

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