Tourismus-KI mit Destinationsdaten
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feratel-CEO Markus Schröcksnadel, Roman Egger, Modul Universität Wien & CEO SmartVisions, und Thomas ­Angerer, Produktmanagement IRS, feratel (v.l.).
DESTINATION Redaktion 06.03.2026

Tourismus-KI mit Destinationsdaten

Die Branche steht vor einer Umbruchphase. feratel stellt dazu seine spannenden neuen KI-Agentenlösungen vor.

••• Von Alexander Haide

BERLIN. Wenige Tage vor der Internationalen Tourismusmesse ITB in Berlin, die vom 3. bis 5. März über die Bühne ging, stellte feratel media technologies im Rahmen eines Pressegesprächs in Salzburg mit feratel AI plus seine Agentenlösungen für touristische Destinationen vor. Nach der großen Digitalisierungsphase, von der Buchung bis zur Routenplanung, dreht sich das Rad im Tourismus bereits weiter; Künstliche Intelligenz wird in die Service-Infrastruktur integriert. feratel präsentierte eine neue Plattform, die Datenströme bündelt, in Echtzeit verarbeitet und Gästen situationsbezogene Antworten liefert.

Laufende Aktualisierungen
Im Zentrum steht ein Datenhub, der strukturierte touristische Inhalte wie Unterkünfte, Erlebnisse, Veranstaltungen, Routen und Touren, Gastronomie, Freizeiteinrichtungen, Schnee- und Pistendaten, Preise, Tickets sowie Informationen, zum öffentlichen Verkehr und mehr bündelt. Die Daten stammen direkt aus den operativen Systemen der Destinationen und werden laufend aktualisiert. Das Sprachmodell übernimmt dann die sprachliche Formulierung der Antwort, während die Inhalte kontrolliert bleiben. Für Gäste entsteht dadurch ein direkter Zugang zu touristischen Informationen mittels Sprache, etwa über Webseiten oder digitale Concierge-Lösungen. Die Ergebnisse können strukturiert angezeigt oder als gesprochene Antwort ausgegeben werden.

Die Lösung ist nicht als externer Chatbot konzipiert, sondern Bestandteil der bestehenden digitalen Angebote einer Destination. Gestaltung und Nutzerführung orientieren sich am jeweiligen Erscheinungsbild der Destination. Für Gäste entsteht damit ein zusätzlicher Interaktionskanal innerhalb der vertrauten digitalen Umgebung.
feratel-CEO Markus Schröcksnadel sieht KI im Tourismus auf dem Weg zur Standardtechnologie: „Entscheidend ist weniger das Sprachmodell selbst als die Qualität der zugrunde liegenden Daten.“ Thomas Angerer, Produktverantwortlicher des Systems, betonte, dass die Systeme „ausschließlich mit geprüften Live-Daten arbeiten“. KI-Experte Roman Egger beobachtet zugleich einen klaren Nutzungswandel: „Gäste wollten Informationen zunehmend direkt erfragen, statt sie selbst zu recherchieren.“

„Echter“ Nutzen gefragt
KI bringt im Tourismus vor allem dort echten Nutzen, wo Anwendungen auf eine verlässliche Datenbasis treffen. Nur mit strukturierten, aktuellen Infos können dialogfähige Systeme zuverlässig arbeiten. Ist diese Grundlage integriert, wird KI vom digitalen Tool zum festen Bestandteil touristischer Infrastruktur.

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