Bankenverband vergibt Preis
© Christian Mikes
Die Gewinner des Bankenverbandspreises 2026.
FINANCENET Redaktion 05.06.2026

Bankenverband vergibt Preis

Zum 48. Mal wurden 25.000 Euro zur Unterstützung und Förderung von jungen Wissenschaftlern vergeben.

WIEN. Peter Denk und Lukas Herndl haben mit ihren Arbeiten die hochkarätige Jury dieses Jahr überzeugen können. „Mit dem Bankenverbandspreis fördern wir seit bald fünf Jahrzehnten junge Talente, die einen wertvollen Beitrag in der Weiterentwicklung der Rechtswissenschaften leisten. Die diesjährigen Gewinner reihen sich in eine lange Liste von namhaften Preisträgern ein“, sagt Gerald Resch, Generalsekretär des Bankenverbandes.

Preis wird seit 1978 verliehen
Der Bankenverbandspreis wird seit 1978 vom Bankenverband an Nachwuchswissenschaftler verliehen, die im Rahmen ihres Studiums oder ihrer Habilitation Arbeiten in den Bereichen Wirtschafts-, Banken- oder Finanzrecht verfassen. In 48 Jahren wurden insgesamt 378 Personen für ihre wissenschaftlichen Arbeiten ausgezeichnet und mehr als 630.000 € Preisgeld ausgezahlt.

Steuerdelikte, Geldwäsche …
Die Habilitationsschrift von Peter Denk trägt den Titel „Tax Crimes and Money Laundering – Structure“ und befasst sich mit der Frage, inwieweit Steuerdelikte eine „Vortat“ für Geldwäschereitatbestände bilden können. Dazu werden die völker- und unionsrechtlichen Grundlagen sowie die darin enthaltenen Spielräume der Mitgliedstaaten in den Blick genommen.

… und Forderungsrechte
Lukas Herndl ist mit seiner Habilitationsschrift „Die Subordination von Forderungsrechten“ ein großer Wurf gelungen. Inspiriert vom US-amerikanischen Recht eröffnet er einen neuen Blick auf nachrangige Forderungsgestaltungen. Diese versteht er dem gewählten Breitblick entsprechend als „besonderes Instrument der privatautonomen Risikoverteilung“ und damit im weiteren Sinne.

Die weiteren Preisträger 2026
• Florian Ebner – „Digitale Wert­papiere – Vollständige Entmaterialisierung des Wertpapierrechts unter besonderer Berücksichtigung verteilter Register“
• Simon Ewerz – „Die Kompetenzen des Aufsichtsratsvorsitzenden“
• Stella Müller – „Die Besteuerungssystematik privater Veräußerungsgewinne im Spannungsverhältnis zwischen Steuergerechtigkeit und Praktikabilität“
• Denise Schmaranzer – „Unionsrechtliche Grenzen der österreichischen Quellenbesteuerung ausländischer Rechtsgebilde am Beispiel von Dividendenzahlungen“
• Adnan Tokić – „Konzernhaftung im Kartellrecht“. (rk)

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