Höheres Einbruchsrisiko bei Fußball-WM in Übersee
© Wiener Städtische Versicherung
FINANCENET Redaktion 08.06.2026

Höheres Einbruchsrisiko bei Fußball-WM in Übersee

Während Fußball-Großevents steigt die Zahl der Einbrüche in Österreich im Schnitt um 11 Prozent. Besonders hoch ist das Risiko bei Turnieren in Übersee, das zeigt eine Analyse der Wiener Städtischen Versicherung.

Fußball-Welt- und Europameisterschaften sorgen für Euphorie, insbesondere die Teilnahme der
österreichischen Nationalmannschaft begeistert heimische Fußballfans. Allerdings haben diese
sportlichen Großevents ihre Schattenseiten: Sie bringen in diesem Zeitraum ein erhöhtes
Einbruchsrisiko mit sich. Eine aktuelle Analyse der Wiener Städtischen Versicherung zeigt, dass
während großer Turniere im Schnitt rund 11 Prozent mehr Einbrüche in Wohnungen und Häuser
verzeichnet werden als in vergleichbaren Zeiträumen ohne Events. Ein besonders deutlicher Anstieg
zeigte sich bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien: Aufgrund der Zeitverschiebung fanden viele
Spiele erst spät abends oder nachts statt – eine Zeit, in der Einbrüche generell am häufigsten sind.
Während dieser WM geschahen rund 20 Prozent mehr Einbrüche – der Höchstwert im gesamten
Beobachtungszeitraum.„DieFußball-WMistnichtnureinFestfürFans,sondernleideraucheine
GelegenheitfürKriminelle–erhöhteWachsamkeitkannhelfen,Risikenzuminimieren,vorallem
wenndieWMinÜberseestattfindet“, erklärt Wiener-Städtische-Vorstandsdirektorin Doris
Wendler.

Zeitverschiebung als Risiko
Mit Blick auf die kommende Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada zeigt sich eine
ähnliche Ausgangslage. Auch hier werden zahlreiche Spiele aufgrund der Zeitverschiebung zu später
Stunde übertragen. Damit könnte sich ein vergleichbarer Effekt wie 2014 ergeben.„DieWMin
Brasilienhatgezeigt,wiestarksichdieAnstoßzeitenaufdieEinbruchszahlenauswirkenkönnen.Für
diekommendeWMistdaherbesondereVorsichtgeboten“, so Wendler weiter.

Langfristig zeigt die Analyse jedoch einen positiven Trend: Seit dem Höhepunkt im Jahr 2014 sind
die Zahlen gesunken. Zuletzt lagen die Werte bei rund 15 Einbrüchen pro Tag während eines
Turniers. „DieseEntwicklungzeigt,dasssichPräventionsmaßnahmenundeingestiegenes
Sicherheitsbewusstseinpositivauswirken.DennochbleibtdasRisikowährendGroßeventserhöht“,
so Wendler. Ein Sonderfall war die WM 2022 in Katar, die erstmals im Winter stattfand. Angesichts
der ungewöhnlichen Austragung im November bzw. Dezember gab es kein Public Viewing und
keine Fanmeilen – und damit weniger Gelegenheiten für Einbrüche.

Mit Blick auf das kommende Turnier ist daher Wachsamkeit geboten. Was können Fußball-Fans
machen, um Einbrüche in Wohnungen und Häuser bestmöglich zu verhindern? Einfache
Sicherheitsmaßnahmen wie das konsequente Versperren von Türen und Fenstern und das
Wegräumen möglicher Einstiegshilfen wie Leitern, Werkzeuge oder Kisten können helfen, das Risiko
deutlich zu reduzieren und die WM ohne bitteren Beigeschmack in vollen Zügen zu genießen.

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