Ausgaben für Gesundheit knacken magische Grenze
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HEALTH ECONOMY Redaktion 19.06.2026

Ausgaben für Gesundheit knacken magische Grenze

Die Gesundheitsausgaben liegen erstmals über 60 Mrd. Euro. Vor allem der Privatanteil steigt, BIP-Quote bleibt fast stabil.

•• Von Evelyn Holley-Spiess

WIEN. Die Tendenz ist weiter steigend: Auf Basis einer ersten Schätzung der Statistik Austria sind die Gesundheitsausgaben in Österreich im Jahr 2025 gegenüber dem Jahr davor auf 61,3 Mrd. € gestiegen. Das entspricht einem Plus von 3,5 Mrd. € oder 6,1%. Der Anteil der Gesundheitsausgaben an der Wirtschaftsleistung macht damit 11,9% des BIP aus – ein Plus von 0,2 Prozentpunkten.

Dynamik bremst sich ein
Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin der Statistik Austria, ordnet die jüngsten Daten wie folgt ein: „Die Ausgaben im österreichischen Gesundheitswesen haben im Jahr 2025 erstmals die 60-Milliarden-Marke überschritten.“ Allerdings: Das Wachstum sei mit 6,1% deutlich moderater als im Jahr davor mit 8,3% ausgefallen.

Sowohl die öffentlichen als auch die privaten Gesundheitsausgaben sind im vergangenen Jahr gestiegen: Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungsträger kamen demnach für 46,4 Mrd. € oder knapp 76%, also den Löwenanteil der laufenden Gesundheitsausgaben, auf. Das entspricht gegenüber 2024 einem Zuwachs von 5,9%. Zum Vergleich: Zwischen 2018 und 2024 betrug das durchschnittliche jährliche Plus 6,6%.

Die laufenden Gesundheitsausgaben der privaten Haushalte, freiwilligen Krankenversicherungen, privaten Organisationen sowie Unternehmen summierten sich vergangenes Jahr auf 15 Mrd. € (24% der gesamten Ausgaben). Der Zuwachs liegt mit 6,5% über dem Durchschnitt zwischen 2018 bis 2024, wo ein Plus von fünf Prozent registriert wurde.

Ringen um Gesundheitsreform
Aktuell ringt die sogenannte Reformpartnerschaft, bestehend aus Bund, Ländern und Sozialversicherung, um die Eckpunkte für die nächste Gesundheitsreform. Nicht zuletzt der budgetäre Druck lässt verstärkt Forderungen nach Strukturreformen laut werden. Neben der politischen Opposition haben zuletzt Experten der Gesundheit Österreich GmbH und des Fiskalrats ein Papier mit kurzfristigen Maßnahmen als auch längerfristigen Strukturreform-Vorschlägen veröffentlicht.

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