Erkrankungsquote und Krankenstände sinken
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HEALTH ECONOMY Redaktion 03.07.2026

Erkrankungsquote und Krankenstände sinken

Der Fehlzeitenreport 2026 hat gute Nachrichten parat – und zeigt gleichzeitig mehrere Herausforderungen.

••• Von Evelyn Holley-Spiess

WIEN. Der Fehlzeitenreport 2026 hat gute Nachrichten parat – und zeigt gleichzeitig mehrere Herausforderungen auf, die es für die Zukunft zu lösen gilt. Zum einen sind die Krankenstände der Arbeitnehmer in Österreich im Jahr 2025 zurückgegangen. Sie sanken im Jahresvergleich um 2,7% auf durchschnittlich 14,7 Kalendertage. Auch die sogenannte Erkrankungsquote ist zuletzt leicht gesunken: Rund 69% der unselbständig Erwerbstätigen, also der ÖGK-Versicherten, war im Jahr 2025 einmal krank, im Jahr davor waren es 70%. Was in der langjährigen Beobachtung aber auffällt: Nach der Pandemie sind die Werte zwar gesunken, dennoch liegen sie auf höherem Niveau als vor der Krise.

Christine Mayrhuber, Studienautorin und stellvertretende Direktorin des Wifo, die den Report im Auftrag des Dachverbands der Sozialversicherungsträger sowie der Wirtschafts-und Arbeiterkammer erstellt hat, dazu: „Covid ist eine Zäsur.“ Covid ist zudem „gekommen, um zu bleiben.“ Das zeigt auch die Auswertung nach Diagnosen. Demnach machen Krankheiten des Atmungssystems mit 24,3% den größten Anteil bei den Krankenstandstagen aus, gefolgt von Muskel- und Skeletterkrankungen. Einen „stillen Anstieg“ ortet Mayrhuber bei den psychischen Erkrankungen. Sie „sind keine Randerscheinungen mehr, sondern mit einem Anteil von knapp zwölf Prozent an allen Krankenstandstagen ins Zentrum gerückt“. Oder anders gesagt: „Die Arbeitswelt im 21. Jahrhundert schont den Körper, fordert aber den Geist“. Auf diese Entwicklung müsse man Antworten finden.

Eine weitere Herausforderung betrifft den Gender-Aspekt: Frauen weisen durchschnittlich mehr Krankenstandstage auf, nämlich 15,5 gegenüber 14,1 bei Männern. Gründe dafür sind die zunehmende Frauenerwerbsquote aber auch körperlich und psychisch belastende Arbeitsverhältnisse und die Doppelbelastung.  Die direkten Kosten krankheitsbedingter Ausfälle beliefen sich laut Daten aus 2024 auf 1,3% des BIP. Die Wertschöpfungsverluste könnten zudem bis zu 8,8 Mrd. € betragen.

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