Neuer Eigentümer
© Nick Rainer
Kevin Lynch, Managing Director von Skilled Education, mit Alfred Pritz, Gründungsrektor der SFU (v.l.).
HEALTH ECONOMY Redaktion 19.06.2026

Neuer Eigentümer

Die Wiener Sigmund Freud Privatuniversität (SFU) wurde an das britische Investmenthaus Oakley Capital verkauft.

•• Von Sabine Stehrer

WIEN/LONDON. Über die Summe, die vom britischen Investmenthaus Oakley Capital in den Kauf der Wiener Sigmund Freud Privatuniversität (SFU) investiert wurde, hat man Stillschweigen vereinbart. Bekannt wurden aber die Pläne, die der neue Eigentümer der SFU gemeinsam mit dem ebenfalls noch neuen, seit Sommer 2025 tätigen, Rektor Johannes Pollak mit der Privatuniversität hat. So sollen mit den Standorten in Berlin und in Mailand zwei der aktuell sechs Standorte in Europa ausgebaut werden. Für einen siebten Standort in Westösterreich und eine Ausweitung der Uni in Wien ist man noch auf Grundstückssuche.

Ausbau des Angebots
In Wien soll auch das Studienangebot weiter ausgebaut werden, mit dem Ziel, eine „umfassende Gesundheitsuniversität“ zu werden, wie es seitens der Uni heißt. Die Studien der Psychotherapie, Psychologie, Human- und Zahnmedizin sowie Rechtswissenschaften sollen durch neue Lehrgänge zur Spezialisisierung ergänzt werden. Geplant sind beispielsweise Lehrgänge für plastische und rekonstruktive Chirurgie sowie Sonografie. Außerdem will man innovative Lehrformate mit der Integration der KI in den Unterricht anbieten, in Digitalisierung und in die Forschung investieren sowie die Kooperation mit anderen Hochschulen verstärken.

Für den Kauf hat das Investmenthaus Oakley Capital mit Sitz in London die österreichische Beteiligungsgesellschaft OCG Skilled Education Holding GmbH gegründet. Die bisherige Betriebsgesellschaft der SFU war vom Gründungstrio gehalten worden: dem Psycho­analytiker Alfred Pritz, der vor Pollak als Rektor fungierte, und den beiden Psychotherapeuten Jutta Fiegl und Heinz Laubreuter. Sie haben die SFU ab 2005 von Europas erstem Anbieter eines Studiums für Psychotherapie zu der heute größten Privatuni Österreichs mit europaweit rund 6.000 Studierenden aufgebaut.

Den Wechsel an der Spitze der SFU machte nicht zuletzt auch eine Novelle des Privathochschulgesetzes nötig. Diese sieht vor, dass Personen, die an der Trägereinrichtung einer Hochschule beteiligt sind, keine Leitungsfunktion mehr innehaben dürfen.

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