••• Von Sabine Stehrer
WIEN. Ganz Österreich litt zuletzt unter der Hitze. Noch einmal mehr setzte sie den Patienten in den heimischen Spitälern und auch den Bewohnern der Pflegeeinrichtungen zu. Doch zu ihrem Schutz und auch zum Schutz der Mitarbeiter wurde bereits eine Reihe an Maßnahmen getroffen, und weitere sind in Planung. Eines aber vorweg: Eine Vollklimatisierung besteht in den Kliniken und Einrichtungen in den neun Bundesländern nur dort, wo sie vorgegeben ist, etwa in OP-Sälen, auf Intensivstationen, in Apotheken oder Zentralküchen. Die Zimmer dürfen nicht mit Klimageräten oder Ventilatoren gekühlt werden, da diese Keime aufwirbeln und Zugluft erzeugen, die die Gesundheit der ohnedies vulnerablen Menschen in diesen Räumen gefährden können.
In vielen Kliniken behilft man sich daher mit Kühlsystemen, die Fußböden, Wände und Decken kühlen und über kaltes Wasser funktionieren. So auch in Österreichs größtem Spital, dem Wiener AKH, das wie viele Kliniken in der Bundeshauptstadt am Fernkältenetz hängt. Unter anderem im Krankenhaus Schwarzach im Pongau in Salzburg hat man sich damit beholfen, in die Ganglüftungen Kälteregister einzubauen, die auch die Patientenzimmer kühlen. Nahezu überall setzt man zunehmend auf sonnenstandgesteuerte Beschattungssysteme und darauf, dass bei großer Hitze die Jalousien geschlossen bleiben beziehungsweise nur zwecks Lüftung hochgezogen werden. Für die Lüftung gibt es in einigen Häusern eigene Lüftungspläne, in oberösterreichischen Spitälern wird sogar mit Durchsagen zum Lüften auf den Stationen aufgerufen.
Bundesweit einheitlich gilt: Bei Sanierungen oder Neubauten werden bauliche Maßnahmen vorgenommen, die vor der künftig wohl häufiger plagenden Hitze schützen – so werden etwa Dämmungen eingezogen und Begrünungen forciert.
Viel trinken, Leichtes essen
Gemäß der Hitzeschutzverordnung für Kliniken und Pflegeeinrichtungen achten deren Mitarbeiter bei Hitze zudem verstärkt darauf, dass ihre Schützlinge ausreichend trinken. Und die Speisepläne werden so umgestellt, dass sie auch Leichtes zu essen bekommen.