Wenig Vorsorge
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HEALTH ECONOMY Redaktion 12.06.2026

Wenig Vorsorge

Die Österreicher haben wenig Interesse daran, zu einem Gesundheitscheck zu gehen. Das zeigt eine Umfrage.

••• Von Sabine Stehrer

WIEN. Sie besteht aus einem Arzt-Patient-Gespräch, körperlichen Untersuchungen, der Ermittlung der Blutwerte im Labor und weiteren Untersuchungen, die sich nach dem Geschlecht und dem Alter richten: Die Vorsorgeuntersuchung, welche hierzulande von allen Über-18-Jährigen einmal im Jahr kostenlos in Anspruch genommen werden kann. Doch die Österreicher haben wenig Interesse daran, zu dem Gesundheitscheck zu gehen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup im Auftrag des Gesundheitsanbieters Mavie der Uniqa unter rund 1000 Über-18-Jährigen.

Nur knapp ein Fünftel, 19%, lässt sich wie vorgesehen jährlich checken. 41% lassen die Untersuchung seltener als alle zwei Jahre durchführen, 20% haben sie noch nie beansprucht, der Rest ließ die Frage unbeantwortet.

Als Gründe für ihr mangelndes Interesse an dem Check nennen 28% fehlende Priorität und fehlende Zeit. Ähnlich viele wollen nicht zur Untersuchung, weil sie diese als unangenehm empfinden. 14% der Befragten halten die Untersuchung für zu aufwändig.

Etwas im Widerspruch zu diesen Ergebnissen steht, dass 37% der Befragten angeben, sehr gesundheitsbewusst zu leben. „Prävention scheitert nicht am Bewusstsein, sondern daran, dass die meisten erst zu einer Untersuchung gehen, wenn bereits ein gesundheitliches Problem entstanden ist“, sagt dazu der Geschäftsführer von Mavie, Lukas Mayrl.

Trendwende bei Jüngeren
Bei den Jüngeren ortet Mayrl aufgrund der Umfrageergebnisse eine Trendwende. Gesundheit werde von ihnen zunehmend nicht nur als Abwesenheit von Krankheit gesehen, sondern als Investition in Leistungsfähigkeit und gesundes Altern.

Zu diesem Schluss kommt der Mavie-Chef, da unter den Unter-30-Jährigen mehr als die Hälfte, 57%, das Angebot an ergänzenden Gesundheitschecks mit der Kontrolle verschiedener Werte für spannend hält. Ebenfalls mehr als die Hälfte hat auch schon den Begriff „Longevity“ gehört, was für Mayrl bedeutet, dass der Wunsch nach einem langen Leben bei Gesundheit ebenfalls trendig ist.

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