WIEN. Österreichs Innovationslandschaft befindet sich im Aufwärtstrend: Nach einem leichten Rückgang 2024 wurden im Jahr 2025 wieder mehr Erfindungen angemeldet. Das zeigt der aktuelle Jahresbericht des Österreichischen Patentamts. Insgesamt wurden beim Österreichischen Patentamt 2.272 Erfindungsanmeldungen (Patente und Gebrauchsmuster) gemacht – ein Plus von 4,4% gegenüber 2024.
Heimische Sicht
Das erfindungsreichste Bundesland im Jahr 2025 war erneut Oberösterreich mit 496 Erfindungen, gefolgt von der Steiermark (435 Erfindungen) und Wien (428 Erfindungen). Geht es nach den Erfindungen pro Kopf, liegt Vorarlberg an erster Stelle.
Wie in den Jahren zuvor ist das steirische Unternehmen AVL List der größte einzelne Patentanmelder mit 179 angemeldeten Erfindungen. Auf Platz zwei liegt die Julius Blum GmbH mit 105 Erfindungen, Platz drei hält Siemens Mobility Austria mit 32 Erfindungen.
Mit der TU Wien (25 Anmeldungen, Platz 5 im Ranking) war 2025 auch eine Universität unter den Top-Einzelanmeldern vertreten. Das Austrian Institute of Technology (AIT) ist mit 12 angemeldeten Erfindungen die aktivste außeruniversitäre Forschungseinrichtung in Sachen geistiges Eigentum.
Österreicher in Europa
Im Europäischen Patentindex 2024 führt Borealis (173) das heimische Feld vor voestalpine (85) und Julius Blum (73) an.
„Unsere Führungsposition im österreichischen Technology Dashboard zeigt, wie konsequent wir Kundenbedürfnisse in bahnbrechende Innovationen umsetzen. Das Ranking unterstreicht unseren Fortschritt und bestätigt die Stärke unserer innovationsgetriebenen Strategie, die die Grenzen des Möglichen erweitert“, sagt Borealis CEO Stefan Doboczky. Mit einem globalen Portfolio von mehr als 10.600 erteilten und angemeldeten Patenten stelle Borealis Innovation als Kernkomponente seiner We4Customers Strategie in den Vordergrund.
Wichtige Assets
„Der deutliche Aufschwung sowohl bei Erfindungen als auch bei Marken macht uns zuversichtlich“, so Stefan Harasek, Präsident des Österreichischen Patentamtes. Es zeige sich, dass trotz herausfordernder wirtschaftlicher Lage gerade auch KMU den Wert ihres geistigen Eigentums zunehmend erkennen würden und Patente als wichtige Assets im Wettbewerb schützen ließen. (hk)
Mindshare erneut Ranking-Gewinner
Die focus.xpert-Rankings der Mediaagenturen standen unter dem Eindruck wirtschaftlich angespannter Zeiten. So liegt die Gesamtsumme beim Bruttowerbewert der teilnehmenden Agenturen
