INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Innovation made in Austria
10.04.2015

Innovation made in Austria

TU Wien Neuer 3D-Drucker für Hochleistungskeramik

Ein Gusskern für Turbinenschaufeln aus dem neuen CeraFab 7500 der TU Wien.

Wien. Einzelstücke und Kleinserien sind im Kommen, ihre Herstellung aber oft sehr teuer – besonders, wenn es sich um geometrisch komplizierte Formen handelt. Genau für solche Anwendungen ist der 3D-Druck die Methode der Wahl.

Die TU Wien hat jetzt mit dem aus ihr hervorgegangenen Spin-off-Unternehmen Lithoz ein Verfahren für den 3D-Druck von Hochleistungskeramik entwickelt, das den hohen Präzisionsansprüchen der Keramikindustrie gerecht wird. Präsentiert wird der „CeraFab 7500” nächste Woche auf der Hannover Messe.

Bis in kleinste Detail

„3D-Druck bringt für die Keramikindustrie große Vorteile”, sagt Johannes Homa, CEO von Lithoz. „Man benötigt weder Gussformen noch teure Spezialwerkzeuge. Will man die Geometrie des Objekts ändern, macht man das ganz einfach per Mausklick am Computer und druckt es dann ein weiteres Mal aus.” Mit dem CeraFab 7500 lässt sich eine hohe Dichte, extreme Festigkeit und äußerste Genauigkeit erreichen. Die einzelnen Materialschichten, die der Drucker zu einem 3D-Objekt zusammenfügt, sind mit 25 bis 100 Mikrometern extrem fein. So lassen sich auch winzige Details zuverlässig ausdrucken. Durch die materialsparende Fertigung im 3D-Drucker lassen sich außerdem Ressourcen sparen. Auch auf Energieeffizienz wurde bei der Entwicklung des Druckers speziell geachtet. (red)

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