INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Nach dem Motto „Jetzt erst recht!” © Sabine Klimpt

Jahresstart 2021 der Leitbetriebe Austria.

© Sabine Klimpt

Jahresstart 2021 der Leitbetriebe Austria.

Redaktion 05.02.2021

Nach dem Motto „Jetzt erst recht!”

Dank Innovationsschub und Digitalisierung wird noch heuer eine dynamische Aufwärtsentwicklung erwartet.

WIEN. Der traditionsreiche Jahresstart von Leitbetriebe Aus­tria am 27. Jänner 2021 war trotz des durch den aktuellen Lockdown schwer beeinträchtigten wirtschaftlichen Umfelds von Aufbruchsstimmung geprägt.

Nicht die aktuellen Probleme während, sondern neue Möglichkeiten und Perspektiven nach der Corona-Pandemie standen im Mittelpunkt der Diskussionsbeiträge führender Unternehmer und Manager.
Bei der Live-Sendung wurde auch das heuer unter dem Motto „Dynamisch den Standort voran­treiben” stehende Leitbetriebe Wirtschaftsmagazin 2021 präsentiert.
„An der aktuellen Situation gibt es nichts zu beschönigen, aber Österreichs Leitbetriebe sind aus dem Überlebensmodus wieder zurück auf Kurs Richtung Zukunft”, erklärte Leitbetriebe-Geschäftsführerin Monica Rintersbacher. „Auch wenn nicht klar ist, wie lange wir noch mit Beschränkungen kämpfen: Fix ist, dass die Unternehmen zukunftsorientiert arbeiten, mehr denn je auf Innovationen setzen und auch zu raschen Investitionen bereit sind, um wieder auf Wachstumskurs zu kommen.”

Krisenfest dank Digitalisierung

Auch Standort- und Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck unterstrich die Schlüsselrolle, welche die Investitionsbereitschaft der heimischen Unternehmen für die Erholung des Wirtschaftsstandorts spielt: „Damit wir weiterhin gut durch die Krise kommen können und ein rot-weiß-rotes Comeback nach der Pandemie gelingt, ist es sehr wichtig, weiterhin und nachhaltig Investitionsanreize zu setzen und unsere Betriebe bei deren Durchführung zu unterstützen.”

Die dazu geschaffene Investitionsprämie stellt einen Basiszuschuss von sieben und in den Bereichen Digitalisierung, Life Science, Gesundheit und Nachhaltigkeit einen Förderzuschuss von bis zu 14 Prozent zur Verfügung. „Besonders die Digitalisierung ist ein Impfstoff gegen die Krise und hilft uns, unsere Wirtschaft resilienter zu machen, heimische Unternehmen und deren Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und bestehende Arbeitsplätze zu sichern und wenn möglich neue zu schaffen.”
ÖBAG-Direktorin Christine Catasta bewertet das Krisenmanagement in den heimischen Firmen sehr positiv: „Wir hätten uns nicht erwartet, dass der Großteil der Firmen so gut durch die Krise kommt, wie das bisher der Fall ist. Auch Umsatzverluste von zum Teil mehr als 50 Prozent konnten kompensiert werden, und die Unternehmen haben enorm an Effizienz gewonnen.
Es wurden neue Produkte und Dienstleistungen kreiert, Prozes­se und Strukturen wurden modernisiert und insgesamt ist die Krise geradezu zu einem Effizienzturbo geworden.”
Als wichtigste Voraussetzung für einen erfolgreichen Neustart betrachtet Catasta maximale Flexibilität: „Die Unplanbarkeit ist zum Standard geworden. In Umbruchssituationen, wie wir sie jetzt erleben und wie sie uns bevorstehen, kann man den Erfolg nicht in Excelsheets planen. Gefragt sind Spontaneität, notwendige Veränderungen konsequent durchzuziehen und viel Mut, auch Neues anzugehen.”

Das neue „Wir-Gefühl”

„Das Arbeitsverhalten der Menschen hat sich verändert, unsere Büros werden nie mehr so aussehen wie vor Corona”, sagte Arbeitswelten-Experte Andreas Gnesda.

„Die Qualität des Büros als Ort der Begegnung zum persönlichen Gespräch und zur persönlichen Zusammenarbeit sowie als Magnet der Unternehmenskultur ist von unschätzbarer Bedeutung. Mitarbeiter haben Wahlmöglichkeiten: Büro, Remote- oder Homeoffice, freiere Zeiteinteilung, ergebnisorientiertes Arbeiten, neue und hybride Kooperations- und Kommunikationsformate, mehr Selbstbestimmung. Die Chancen stehen gut, dass die Arbeitswelt nach Corona mehr Lebensqualität bietet als zuvor.” (pj)

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