Unverhofft kommt oft
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FACC-CEO Robert Machtlinger
INDUSTRIAL TECHNOLOGY Redaktion 10.04.2026

Unverhofft kommt oft

FACC, Österreichs Aushängeschild bei Aerospace-Unternehmen, meldet einen Rekordumsatz und eine Ergebnisverbesserung für das Jahr 2025.

RIED/INNKREIS. Die FACC AG hat den Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2025 um 11,3% auf 984,4 Mio. € gesteigert und damit den höchsten Umsatz in der Geschichte des Unternehmens erzielt. In einem weiterhin dynamischen Marktumfeld konnte zudem das Ergebnis um 49,4% auf 42,3 Mio. € gesteigert werden. Das entspricht einer Verbesserung der EBIT-Marge von 3,2% auf 4,3% – trotz anhaltender Verwerfungen in den internationalen Lieferketten sowie hohen Personal- und Energiekosten am Standort Österreich. Alle Divisionen der FACC – Aerostructures, Engines & Nacelles sowie Cabin Interiors – weisen zudem ein positives Ergebnis auf.

„Core“ zeigt Wirkung
Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist das seit Herbst 2024 in Umsetzung befindliche Effizienzsteigerungsprogramm „Core“, das im Geschäftsjahr 2025 in allen Unternehmensbereichen einen positiven Effekt zeigt. Insbesondere der vor vier Jahren in Betrieb genommene Standort Kroatien konnte aufgrund von Skaleneffekten wesentlich zu einer nachhaltigen Ergebnissteigerung in der Division Cabin Interiors beitragen.

Produktverlagerungen, wie zum Beispiel die Fertigung der Comac C919 Struktur- und Flugzeugkabinenausstattungen in China, unterstützen die globale Fertigungsstrategie der FACC zusätzlich. Auch der nahezu unveränderte Personalstand (+56 FTE) bei gleichzeitiger Umsatzsteigerung unterstreicht die positiven Auswirkungen der strategischen Ausrichtung des Unternehmens.

Luftfahrtbranche wächst …
Die Luftfahrtindustrie konnte den Wachstumskurs der vergangenen Jahre auch im Jahr 2025 fortsetzen. Sowohl bei kommerziellen Passagierflugzeugen als auch im Bereich Business Jets wurden deutlich mehr Flugzeuge ausgeliefert. Mit derzeit 17.770 bestellten Verkehrsflugzeugen und einem Bedarf an über 42.000 neuen Passagierflugzeugen bis zum Jahr 2044 wird sich dieses Wachstum auch in Zukunft fortsetzen. Auch im Bereich Advanced Air Mobility zeichnet sich eine Fortsetzung des Wachstumskurses der vergangenen Jahre ab. Aufgrund der frühzeitigen Positionierung in diesem Zukunftsmarkt partizipiert die FACC überdurchschnittlich stark an der nun bevorstehenden Kommerzialisierung von Logistik- und Passagierdrohnen.

… und FACC profitiert
Die FACC reagiert auf diese Entwicklungen und wird zur Steigerung der Fertigungsraten von bereits bestehenden Projekten und zur Erschließung neuer Kundenprojekte weltweit bis zum Jahr 2030 insgesamt ca. 350 Mio. € investieren. Teil dieses Investitionspakets ist die Errichtung eines neuen Werkes zur Fertigung von Strukturbauteilen am Standort St. Martin (Oberösterreich). In den Standortausbau in St. Martin werden ca. 120 Mio. € investiert und damit bis zu 300 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Das neue Werk wird technologisch maximal automatisiert und digitalisiert werden – weiters werden in einer angeschlossenen Forschungsstätte Prozesse und Technologien für die nächste Generation an Flugzeugen zur Serienreife entwickelt. Diese Investition gilt als Weichenstellung für den Standort – mit dem Ziel, die Herstellung neuer Flugzeugkomponenten für die nächsten Dekaden am Standort abzusichern.

Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet das Management der FACC ein weiteres Umsatzwachstum von fünf bis 15%. Auch im Geschäftsjahr 2026 wird weiterhin die Umsetzung des Effizienzsteigerungsprogramms „Core“ sowie die weitere Verbesserung der EBIT-Marge im Zentrum stehen. Entwicklungen bei OEM-Bedarfen und in der Supply Chain beobachtet das FACC-Management sehr genau und kann bei Bedarf frühzeitig und flexibel reagieren. (hk)

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