WIEN. Im Jahr 2025 wurden laut vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria Waren im Wert von 196,72 Mrd. € nach Österreich importiert, um 4,1% mehr als 2024. Im gleichen Zeitraum wurden Waren im Wert von 190,14 Mrd. € exportiert, um 0,5% weniger als im Jahr davor. Daraus folgt ein Handelsbilanzdefizit von 6,58 Mrd. €, nach einem Aktivum von 2,19 Mrd. € im Jahr 2024. „Der Einfuhrüberschuss entspricht dem langfristigen Bild der letzten 30 Jahre. Der Warenhandel mit den EU-Partnerländern blieb insgesamt weitgehend ausgeglichen. Rund zwei Drittel aller österreichischen Im- und Exporte entfielen erneut auf den EU-Binnenmarkt. Deutschland behauptete auch 2025 seine Rolle als wichtigster Handelspartner. Der zweitwichtigste Handelspartner im Hinblick auf die Exporte blieben die USA, obwohl es verglichen mit 2024 hier einen Rückgang um mehr als ein Fünftel gab. Nachdem sich die Importe aus den Vereinigten Staaten jedoch weiterhin auf deutlich niedrigerem Niveau als die Exporte bewegten, hatte Österreich mit den USA den höchsten Handelsbilanzüberschuss. Bei den Importen war Österreichs zweitwichtigster Handelspartner erneut China“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.
Auffälligkeiten
Den höchsten Handelsbilanzüberschuss mit einem Partnerland hatte Österreich im Jahr 2025 mit den Vereinigten Staaten (+5,19 Mrd. €), gefolgt vom Vereinigten Königreich (+2,94 Mrd. €) und Ungarn (+2,20 Mrd. €). Das größte Handelsbilanzdefizit wies der Handel mit China (−12,54 Mrd. €) auf, gefolgt von Deutschland (−7,26 Mrd. €). Auf Produktebene gab es das größte Aktivum bei bearbeiteten Waren (+9,39 Mrd. €) sowie – mit großem Abstand – Maschinen und Fahrzeugen (+2,90 Mrd. €). Mehr importiert als exportiert wurde hingegen vor allem bei sonstigen Fertigwaren (−9,40 Mrd. €) sowie Brennstoffen und Energie (−7,63 Mrd. €). Jedes Einzelmonat wies 2025 eine negative Handelsbilanz auf. Die größte zeigte sich im Dezember (−1,30 Mrd. €). Die stärksten Abnahmen im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat ergaben sich importseitig im August (−0,9%). Bei den Exporten gab es im Februar (−5,2%) die stärkste Abnahme).
Produktgruppen
Maschinen und Fahrzeuge waren mit einem Einfuhranteil von 34,5% und einem Ausfuhranteil von 37,2% auch 2025 wieder die bedeutendste Produktgruppe im österreichischen Außenhandel. Dabei stiegen die Importe um 3,4% auf 67,89 Mrd. €, während die Exporte mit −0,2% auf 70,79 Mrd. € beinahe stagnierten. Die weiteren wertmäßig stärksten Produktgruppen bei den Exporten waren bearbeitete Waren (−0,2% auf 37,83 Mrd. €), chemische Erzeugnisse (−9,0% auf 30,24 Mrd. €) und sonstige Fertigwaren (+0,8% auf 19,14 Mrd. €). 83,1% der österreichischen Ausfuhren konzentrierten sich 2025 auf diese vier Produktgruppen.
Von wo wohin am Treppchen
Österreichs wichtigster Handelspartner ist nach wie vor Deutschland mit einem Anteil von 32,2% (63,34 Mrd. €) bei den Ein- und 29,5% (56,08 Mrd. €) bei den Ausfuhren. Deutlich hinter Deutschland liegen bei den Importen China (9,0%; 17,61 Mrd. €) und Italien (6,3%; 12,43 Mrd. €) unverändert auf Platz 2 und 3. Auch bei den Exporten gibt es mit USA (6,8%; 12,92 Mrd. €) und Italien (6,6%; 12,60 Mrd. €)keine Veränderung im Ranking. (hk)
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