WIEN. Die Kommunikationsbehörde Austria (KommAustria) hat vor Kurzem ihre jüngsten Entscheidungen über die Vergabe von Fördermitteln nach dem Qualitäts-Journalismus-Förderungs-Gesetz (QJF-G) veröffentlicht. Nach Prüfung der Ansuchen und in Abstimmung mit dem gesetzlich eingerichteten Fachbeirat wurden für 2026 191 Förderansuchen von 94 Förderwerbern mit einem Gesamtfördervolumen von gut 20 Millionen Euro bewilligt. Zudem informierte die Behörde über die Presseförderung nach dem Presseförderungsgesetz 2004: Hier wurden für 2026 42 Förderansuchen von 37 Verlegern mit einem Gesamtfördervolumen von gut 7,1 Millionen Euro bewilligt.
Die Qualitäts-Journalismus-Förderung ziele darauf ab, die Vielfalt textbasierter Nachrichtenmedien wie Tages- und Wochenzeitungen, Magazine und reine Online-Medien zur Wahrung des demokratiepolitischen Diskurses zu unterstützen. Eine Qualitätsbeurteilung der Inhalte sehe das Gesetz nicht vor, formuliere aber Ausschlussgründe wie Aufrufe zum gewaltsamen Kampf gegen die Demokratie.
Förderung nach Segmenten gestaffelt
„Die Qualitäts-Journalismus-Förderung leistet mit ihrem Fördervolumen und in der Schwerpunktsetzung einen wesentlichen Beitrag, um in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten Arbeitsplätze für hauptberuflich beschäftigte Journalistinnen und Journalisten abzusichern“, erklärt Martina Hohensinn, zuständiges Mitglied der KommAustria.
Der größte Teil der Förderung, rund drei Viertel des Budgets, entfällt auf die Journalismus-Förderung, die sich nach der Anzahl hauptberuflich beschäftigter Journalisten richtet: 2026 waren dies 74 bewilligte Einreichungen mit gut 15 Millionen Euro. Weitere Segmente sind die Inhaltsvielfalts-Förderung (2,5 Millionen Euro), die Förderung von Aus- und Fortbildung (rund 1,1 Millionen Euro) sowie die Medienkompetenz-Förderung (700.000 Euro).
Bei der Presseförderung fließen die Mittel in die Vertriebsförderung für Tages- und Wochenzeitungen sowie in die Besondere Förderung zum Erhalt der regionalen Angebotsvielfalt.
Alle Förderentscheidungen samt Begründungen sind als Open Data auf der Website der RTR Medien unter https://data.rtr.at/pages/open-data abrufbar. (red)