75 Prozent wollen flexible Arbeitsmodelle
© PwC Österreich
Sophie Landsteiner, Workforce Transformation Lead bei PwC Österreich.
MARKETING & MEDIA Redaktion 22.07.2026

75 Prozent wollen flexible Arbeitsmodelle

Zusammenarbeit und Flexibilität zählen mehr als finanzielle Anreize.

WIEN. Die Anforderungen im Erwerbsleben verändern sich im Laufe der Zeit deutlich, und mit ihnen auch die Bedürfnisse und Erwartungen von Beschäftigten an ihre Arbeitgeber. Die aktuelle PwC-Studie „Arbeiten im Wandel der Lebensphasen“, für die 1.092 erwerbstätige Personen in Österreich befragt wurden, zeigt: 75 Prozent der Arbeitnehmer bevorzugen lebensphasenorientierte Arbeitsmodelle.

Psychische Belastung ist dabei kein Randphänomen: 63 Prozent der Befragten geben an, dass ihre psychische Belastung im Vergleich zu vor zwei Jahren spürbar zugenommen hat, bei Personen mit Pflegeverantwortung sind es sogar 83 Prozent. Auch der Zukunftsoptimismus fällt in dieser Gruppe mit 48 Prozent deutlich niedriger aus als bei Personen im Karriereaufbau (70 Prozent) oder in der späten Berufsphase (59 Prozent). Bei der finanziellen Klarheit für die Pension zeigen sich zudem geschlechtsspezifische Unterschiede: Frauen liegen mit 48 Prozent klar hinter Männern mit 62 Prozent.

Zusammenarbeit zählt mehr als Gehalt
Als wichtigste Treiber für Arbeitsfähigkeit nennen die Befragten Zusammenarbeit im Team und Flexibilität mit jeweils 32 Prozent sowie Wertschätzung durch den Arbeitgeber mit 26 Prozent – noch vor finanziellen Anreizen (24 Prozent) oder Telearbeit (23 Prozent). Dennoch gibt fast jeder Vierte an, in den vergangenen zwei Jahren nicht gefördert worden zu sein, bei Frauen sind es 27 Prozent, bei Männern 20 Prozent.

„Besonders deutlich werden die blinden Flecken bei Frauen, in späteren Erwerbsphasen und bei Pflegeverantwortung: Hier verdichten sich Belastung, geringere Förderung, schwächerer Zukunftsoptimismus und finanzielle Unsicherheit“, erklärt Sophie Landsteiner, Workforce Transformation Lead bei PwC Österreich. Entscheidend sei, ob Maßnahmen die relevanten Zielgruppen tatsächlich erreichten und zur jeweiligen Lebensrealität passten. Unternehmen, die diese Bedürfnisse gezielt adressierten, stärkten damit Bindung und Wettbewerbsfähigkeit am Arbeitsmarkt. (red)

 

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