ALAIT: Leitfäden für sicheren KI-Einsatz
© smarterpix_denisismagilov
MARKETING & MEDIA Redaktion 13.07.2026

ALAIT: Leitfäden für sicheren KI-Einsatz

Erste Ergebnisse liegen für Gesundheitswesen und Medienbranche vor.

WIEN. Das Forschungsprojekt „ALAIT – Austrian Lab for Artificial Intelligence Trust" hat das Ziel, Vertrauen in Künstliche Intelligenz zu schaffen, indem das Wissen über KI verbessert und die Kompetenz im Umgang mit der Technologie gestärkt wird. Neben Dossiers zu verschiedenen Einsatzgebieten wurden dazu sogenannte ALAIT Labore als Dialogformat eingerichtet. Die Ergebnisse der ersten beiden Veranstaltungen liegen nun als Branchen-Reports vor und geben Einblick, wie KI im Gesundheitsbereich und in Nachrichtenmedien genutzt werden kann.

„Gerade in sensiblen Bereichen wie Gesundheit oder Medien braucht der Einsatz von Künstlicher Intelligenz klare Leitlinien und gesellschaftliches Vertrauen. Die ALAIT-Branchen-Reports leisten dazu einen wichtigen Beitrag und bieten konkrete Unterstützung für die Praxis“, sagt Peter Hanke, Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur. In den frei abrufbaren Branchen-Reports erhalten Entscheiderinnen und Entscheider sowie Gestalterinnen und Gestalter konkrete Handlungsvorschläge, die aus dem Dialog mit Anwenderinnen und Anwendern abgeleitet wurden.

KI in Medien und Gesundheitswesen
Im Report zum Medienbereich wird beleuchtet, welche Voraussetzungen es braucht, damit KI sicher und unter Einhaltung hoher journalistischer Standards verwendet werden kann. Entscheiderinnen und Entscheider müssten sich demnach etwa um eine KI-Strategie und konkrete Richtlinien kümmern, wozu KI eingesetzt werden darf. Zudem sollte die Vorgangsweise dem Publikum offengelegt werden, hier gelte der Grundsatz „Lieber zu viel als zu wenig“. Bei der Umsetzung müsse auf den kritischen Umgang mit Quellen und die Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten – Stichwort EU AI Act – geachtet werden. Entscheidend für die Schaffung von Vertrauen seien Transparenz und Interaktion mit den Nutzerinnen und Nutzern. Abgeraten wird davon, KI primär als Instrument zur Kostensenkung zu sehen.

Auch im Gesundheitsbereich ist laut dem ALAIT-Report der Aufbau von KI-Wissen bei den agierenden Personen essenziell, wobei Ängste und Sicherheitsbedenken berücksichtigt werden sollten. Durch Risikomanagement und ein Meldesystem würden Fehldiagnosen, wiederholte Falschmeldungen und KI-Bias leichter erkennbar. Patientinnen und Patienten wiederum müssten offen über Einsatz, Nutzen und Risiken von KI-Werkzeugen aufgeklärt werden.

Das Forschungsprojekt ALAIT wird vom österreichischen Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur initiiert und zielt darauf ab, wichtige gesellschaftliche Gruppen zu befähigen, KI-Technologien verantwortungsvoll zu nutzen und Standards für den Einsatz von KI zu etablieren. Im Herbst ist zudem ein Train-the-Trainer-Workshop für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren geplant, der das Format ALAIT Labor einer breiten Interessentengruppe zur Verfügung stellen soll.

Weitere Infos und Ergebnisse finden Sie unter science.apa.at/project/alait
(red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL