Digitale Barrierefreiheit: Mehr als die Hälfte stößt auf Probleme
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Helena Selakovic, Expertin für digitale Barrierefreiheit bei Accessiway.
MARKETING & MEDIA Redaktion 12.08.2026

Digitale Barrierefreiheit: Mehr als die Hälfte stößt auf Probleme

Eine Accessiway-Umfrage zeigt: 53 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher haben Schwierigkeiten bei der Nutzung digitaler Inhalte. Für Unternehmen können digitale Barrieren auch wirtschaftliche Folgen haben.

WIEN. – Pop-ups, unübersichtliche Navigation oder mangelnde Farbkontraste können die Nutzung von Websites erschweren oder für Menschen mit Behinderungen teilweise unmöglich machen. Seit dem 28. Juni 2025 verpflichtet das Barrierefreiheitsgesetz Unternehmen in Österreich dazu, bestimmte digitale Angebote, die sich direkt an Endkonsumentinnen und Endkonsumenten richten, barrierefrei zugänglich zu gestalten.

53 Prozent von Barrieren betroffen
Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von Accessiway haben 53 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher Schwierigkeiten bei der Nutzung digitaler Inhalte. Als häufigste digitale Barriere werden ablenkende Werbung beziehungsweise Pop-ups genannt. Dahinter folgen eine verwirrende Navigation, lange Ladezeiten und Elemente, die nicht für mobile Endgeräte optimiert sind.

„Wir alle kennen diese Situationen beim Surfen, in denen man sich fragt: ‚Wie komme ich da wieder zurück? Was wollen die von mir hier? Warum ist das jetzt weg?‘. Digitale Barrieren betreffen uns alle – ob wir mit einer Behinderung leben oder nicht“, sagt Helena Selakovic, Expertin für digitale Barrierefreiheit bei Accessiway.

Auswirkungen auf den Online-Handel
Für Unternehmen ist das Thema auch aus wirtschaftlicher Perspektive relevant. Digitale Barrieren können dazu führen, dass Informationen nicht gefunden oder Kaufvorgänge nicht abgeschlossen werden. Laut Accessiway weist die Generation Z dabei die geringste Toleranz auf und bricht Online-Käufe oder Suchvorgänge aufgrund digitaler Barrieren häufiger ab als Millennials oder Babyboomer.

Bei der Identifikation von Barrieren kommen unter anderem automatisierte und KI-basierte Analysetools zum Einsatz. Selakovic verweist jedoch auf deren Grenzen: „Automatische Scantools erkennen Barrieren nicht vollständig. Wer rechtskonform handeln möchte, braucht zusätzlich die Expertise von Barrierefreiheitsexpertinnen und Barrierefreiheitsexperten – besonders bei der Behebung der Probleme.“

Accessiway hat dafür eine Plattform entwickelt, mit der Unternehmen den Barrierefreiheitsstatus ihrer Websites und die Behebung identifizierter Probleme verwalten können. (red)

Website: accessiway.com

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