ÖHV fordert mehr Spielraum bei Sonntagsöffnung
© Florian Lechner
ÖHV  Präsident Walter Veit
RETAIL Redaktion 12.08.2026

ÖHV fordert mehr Spielraum bei Sonntagsöffnung

WIEN. Die Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV) fordert eine Lockerung der Regeln für die Sonntagsöffnung im Handel. ÖHV-Präsident Walter Veit verweist dabei auf einen aus seiner Sicht zunehmenden Widerspruch: Während die Österreichische Post mittlerweile auch sonntags Pakete zustellt und im Onlinehandel rund um die Uhr bestellt werden kann, bleiben viele Geschäfte selbst in stark frequentierten Tourismusstädten geschlossen.

„Pakete kommen bis vor die Haustür, Festspielgäste in Salzburg stehen vor verschlossenen Läden. In Wien ist die Situation ähnlich. Das ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt Veit. Gerade in Städten mit vielen internationalen Gästen sollte der stationäre Handel die vorhandene Frequenz nutzen können.

Dabei gehe es nicht um eine generelle Verpflichtung zur Sonntagsöffnung. „Wer am Sonntag geschlossen halten will, soll das selbstverständlich weiterhin tun. Aber wer aufsperren möchte und Kundschaft hat, soll das auch dürfen“, betont der ÖHV-Präsident. In touristisch geprägten Regionen Österreichs gebe es bereits landesrechtliche Ausnahmen von der Sonntagsruhe im Handel. Vergleichbare Möglichkeiten fehlten in Städten wie Wien oder Salzburg bislang weitgehend.

Als weiteres Argument führt die ÖHV die Diskussion in Deutschland an. Dort fordert der Handelsverband Deutschland bundesweit zehn bis zwölf verkaufsoffene Sonntage pro Jahr, um Innenstädte attraktiver zu machen und dem stationären Handel mehr Spielraum zu geben.

„Tourismus findet auch am Sonntag statt. Wo Gäste unterwegs sind und Betriebe öffnen möchten, sollte man sie nicht daran hindern“, so Veit.

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