WIEN. Mit 12. August gelten EU-weit strengere Vorgaben der neuen Verpackungsverordnung. Eine aktuelle Studie von PwC Österreich zeigt, dass auch in der Bevölkerung der Wunsch nach Veränderungen groß ist. Für die Untersuchung befragte das Marketagent Institut im Juni 2026 insgesamt 1.000 Personen zwischen 14 und 75 Jahren in Österreich.
Mehrheit für gesetzliche Vorgaben
Laut Studie ärgern sich neun von zehn Österreicherinnen und Österreichern über unnötig große Verpackungen, 84 Prozent fordern nachhaltige Verpackungen als verpflichtenden Standard. 46 Prozent fühlen sich durch die Menge an Verpackungsabfall im eigenen Haushalt gestört. Gleichzeitig geben 88 Prozent an, Abfälle zuverlässig zu trennen oder Verpackungen wiederzuverwenden.
Auch von Unternehmen werden Maßnahmen erwartet: 82 Prozent sprechen sich dafür aus, Handel und Hersteller gesetzlich zur Reduktion von Verpackungsmaterial zu verpflichten. Ebenso viele befürworten ein weitgehendes Verbot nicht recycelbarer Verpackungen.
Online-Handel im Fokus
Besonders kritisch wird der E-Commerce bewertet. 82 Prozent nehmen eine Zunahme des Verpackungsmülls durch Online-Bestellungen wahr. 83 Prozent erwarten wiederverwendbare Versandverpackungen, 85 Prozent würden diese bei einer einfachen Rückgabemöglichkeit nutzen. 72 Prozent würden dafür auch längere Lieferzeiten akzeptieren.
Beim heimischen Pfandsystem geben 89 Prozent an, dieses gut zu verstehen, 78 Prozent empfinden die Rückgabe als unkompliziert. Gleichzeitig wünschen sich 63 Prozent mehr Rückgabestellen.
„Nachhaltige Verpackung ist für viele Menschen längst eine konkrete Erwartung im Alltag. Wer Verpackung reduziert, Mehrweg ermöglicht und Entsorgung einfacher macht, gewinnt nicht nur regulatorische Sicherheit, sondern echtes Kundenvertrauen“, sagt Stefan Merl, Director Sustainability Services bei PwC Österreich. (red)
Website: pwc.at