fmp TALK #68: Marketingverantwortliche setzen auf engere Agenturpartnerschaften
© Katharina Schiffl
Beim fmp TALK #68 diskutierten Marketingverantwortliche über Agenturmodelle, sinkende Budgets und die wachsende Bedeutung von KI.
MARKETING & MEDIA Redaktion 21.10.2026

fmp TALK #68: Marketingverantwortliche setzen auf engere Agenturpartnerschaften

Beim fmp TALK #68 diskutierten Vertreter von Wiener Städtische, Manner, IKEA Österreich und Österreichischer Post über die Zukunft der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Agenturen.

WIEN. Wie viele Agenturen braucht ein Unternehmen und welche Anforderungen müssen diese künftig erfüllen? Diesen Fragen widmete sich der fmp TALK #68 des Forum Mediaplanung am 13. Oktober in der Wiener Labstelle. Unter der Moderation von Alexander Oswald (Futura) diskutierten Valerie Brugger (Wiener Städtische Versicherung), Julia Hrabal (Manner), John Oakley (IKEA Österreich) und Tobias Taucher (Österreichische Post) über aktuelle Herausforderungen in der Zusammenarbeit zwischen Auftraggebern und Agenturen.

Ein zentrales Thema war die zunehmende Komplexität der Marketingkommunikation. Während Budgets häufig stagnieren oder zurückgehen, steigen die Anforderungen an Marketingabteilungen und die Zahl der zu betreuenden Kommunikationskanäle.

Weniger Agenturen, engere Zusammenarbeit
In der Diskussion zeichnete sich eine Präferenz für eine geringere Zahl an Agenturpartnern ab, die dafür stärker in die strategische Arbeit eingebunden werden. Gefragt seien Dienstleister, die Geschäftsmodelle und Herausforderungen ihrer Kunden verstehen, eigenständig Vorschläge entwickeln und bestehende Entscheidungen kritisch hinterfragen.

Zudem wurde die Bedeutung einer engeren Abstimmung zwischen Media, Kreation und weiteren Kommunikationsdisziplinen hervorgehoben. Klare Prioritäten, datenbasierte Entscheidungen und transparente Leistungsmodelle sollen die Zusammenarbeit effizienter gestalten.

KI verändert Anforderungen
Auch der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz wurde diskutiert. KI und Automatisierung könnten operative Tätigkeiten übernehmen, würden die strategische und kreative Arbeit von Agenturen jedoch nicht ersetzen.

„Je mehr KI und Automatisierung operative Aufgaben übernehmen, desto wichtiger wird der echte Mehrwert von Mediaagenturen: strategische Beratung, gemeinsames Lernen und der Mut, Marken auch einmal zu widersprechen“, erklärte Valerie Brugger von der Wiener Städtischen Versicherung.

Gleichzeitig forderte sie mehr Transparenz bei Daten, Leistungen und Kosten. Die Zusammenarbeit müsse künftig stärker partnerschaftlich, messbar und nachvollziehbar gestaltet werden.

Als wesentliches Ergebnis des Abends stand damit die Forderung nach weniger organisatorischen Silos und einer engeren Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und ihren Agenturpartnern. (red)

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