WIEN. Beim Green Job Event des Kinderbüro der Universität Wien erhielten 46 Schüler der 7. und 8. Schulstufe Einblicke in klima- und umweltbezogene Berufsfelder. Die Veranstaltung fand im DOCK statt und setzte auf persönliche Gespräche statt vorgefertigter Karrierebilder.
Austausch mit Experten
Zwei Klassen der OMSi Glasergasse trafen auf Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung. In Kleingruppen wurden Erfahrungen zu Bildungswegen, beruflichen Umwegen und Tätigkeiten im Umweltbereich diskutiert. Ziel war es laut Aussendung, konkrete Einblicke in Berufsmöglichkeiten zu geben und individuelle Fragen zu ermöglichen.
Persönliche Einblicke statt idealisierter Karrieren
Die teilnehmenden Experten berichteten offen über ihre beruflichen Entwicklungen, einschließlich Unsicherheiten und nicht geradliniger Wege. Karoline Iber, Geschäftsführerin des Kinderbüros der Universität Wien, sagt: „Diese Art des Austausches ist viel zu selten. Jugendliche erleben Experten als Menschen, die auch mal unsicher und ohne Plan waren, während Erwachsene einen ehrlichen Einblick in die Fragen, Sorgen und Hoffnungen junger Menschen bekommen.“
Vielfalt der Berufsfelder
Die vertretenen Bereiche reichten von Ernährungswissenschaft und Lebensmittelhandel über Medizin und Pharma bis hin zu Energieversorgung, Handwerk, Umweltverwaltung und Forschung. Damit sollte die Bandbreite sogenannter Green Jobs sichtbar gemacht werden.
Bedeutung für die Berufsorientierung
Lehrer Gideon Leitner erklärt: „Die neuen klima- und umweltfreundlichen Berufsfelder kommen in der klassischen Berufsorientierung oft nur am Rand vor oder werden sehr abstrakt vermittelt. Durch die Art der dialogischen Veranstaltung werden Green Jobs für die Schüler erfahrbar gemacht. Man nimmt sich Zeit und arbeitet in Kleingruppen – dafür ist in der Schulrealität keine Zeit und es gib nicht genügend Ressourcen.“
Einbettung in Bildungsprogramm
Das Event war Teil von DOCK for Change, einem mehrjährigen Lernprozess, der Klima- und Demokratiebildung mit Wissenschaftsvermittlung und Entrepreneurship Education verbindet. Ziel ist es, junge Menschen aktiv einzubinden und neue Zugänge zu Zukunftsthemen zu schaffen.
Susanne Schramm und Elke Turnheim vom Kinderbüro betonen: „Die Vielfalt der anwesenden Expert:innen machte sichtbar, wie breit das Feld sogenannter ‚Green Jobs‘ tatsächlich ist“ und vermittle die Erkenntnis, „dass es nicht den einen, geradlinigen Weg dorthin gibt“.
Das Green Job Event markiert den Abschluss eines Themenzyklus innerhalb des Programms. (red)
