WIEN. Mit der Einführung einer einheitlichen Reichweitenmessung setzt der Verband Out of Home Austria (OOHA) einen lange geforderten Wunsch der Mediaaganturen an den österreichischen Außenwerbemarkt um. Die Mitglieder des 2024 gegründeten Verbandes hatten sich verpflichtet, ihre Werbeträger nach einheitlichen Kriterien messen zu lassen; nun liegt das erste umfassende Datenpaket vor. Damit erhält Außenwerbung in Österreich erstmals eine vergleichbare Leistungswährung, die eine transparentere Planung ermöglichen soll.
Finale Bewertung 2026
Sämtliche Werbestellen der OOHA-Mitglieder wurden erfasst und der Generalversammlung vorgelegt, so der Verband in einer Aussendung. Die R&C Plakatforschung und -kontrolle arbeitete derzeit an der finalen Bewertung der Flächen. Noch im Laufe des Jahres 2026 sollen alle Werbeträger mit nachvollziehbaren Reichweiten versehen werden. Bereits jetzt sind die Außenwerbeflächen anhand etablierter Kennzahlen wie VAC (Visibility Adjusted Contact), Nettoreichweite, OTS und GRP im System zählbar.
Meiste Werbestellen in Wien
Laut den veröffentlichten Daten umfasst das gesamte Portfolio aktuell über 49.341 Werbestellen. Den größten Anteil stellen klassische Plakate mit 32.201 Stellen, gefolgt von City Lights mit 14.214 Flächen. Hinzu kommen 1.171 Scroller, 1.027 DOOH-Stellen sowie weitere digitale und großformatige Werbeträger. Die Flächen der ÖBB-Werbung befinden sich derzeit noch in Vermessung und sind in der aktuellen Veröffentlichung noch nicht berücksichtigt.
Unter den Mitgliedsunternehmen verfügt Epamedia mit 17.901 erfassten Werbestellen über das größte Portfolio, gefolgt von Gewista mit 13.688 erfassten Werbestellen und Ankünder mit 4.665 Stellen.
Nach Bundesländern aufgeschlüsselt weist Wien mit 15.454 Werbestellen die höchste Anzahl auf, gefolgt von der Steiermark mit 7.589 und Niederösterreich mit 6.793 Stellen. Auch Oberösterreich und Tirol liegen jeweils bei mehr als 3.000 erfassten Werbeträgern. Die wenigsten Werbestellen gibt es in Salzburg (2.559), Vorarlberg (1.169) und dem Burgenland (831).
„Maximale Vergleichbarkeit“
„Diese Zusammenarbeit auf Basis der Charta ist einzigartig, weil für die Außenwerbung in Österreich damit eine einheitliche Währung in der Reichweiten-Messung geschafften wurde, die den Werbekunden maximale Sicherheit und Vergleichbarkeit gibt“, erklärt OOHA-Präsident Franz Solta.
Zudem verweist der Verband auf die hohe Qualität der Bewertung und betont, dass das Reichweitenmodell auf internationalen Referenzstudien und -richtlinien basiert. (red)