WIEN. Die gemeinnützige Privatstiftung Hilfe mit Plan Österreich hat den Plan Medienpreis für Kinderrechte 2026 vergeben. Ausgezeichnet wurden journalistische Beiträge, die Kinderrechte in den Mittelpunkt rücken und Missstände aufzeigen. Der Preis wird in Kooperation mit dem Bundeskanzleramt und dem Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) vergeben und ist mit 6.000 Euro dotiert.
Überreicht wurden die Auszeichnungen von Claudia Bauer, Bundesministerin für Europa, Integration und Familie, Rainer Nowak, Präsident des VÖZ, und Rudi Klausnitzer, Vorstandsmitglied der Stiftung Hilfe mit Plan Österreich.
Die Preisträger im Überblick
Den 1. Preis erhielten Jürgen Klatzer und Matthias Winterer für „Körperliche Gewalt war gang und gäbe“ im „Falter“. Die Recherche beschäftigt sich mit einer Kultur der Gewalt und des Schweigens und zeigt, wie Kinderrechtsverletzungen über Jahre bestehen konnten. Die Jury hebt hervor, der Beitrag habe politische und institutionelle Aufarbeitung angestoßen. Den 2. Preis erhielten Thomas Winkelmüller und Maya Luna Mendivil Jahnke für „Die Pflegekinder“ in „Datum“ über die Lebensrealität von Pflegekindern. Der 3. Preis wurde zweimal vergeben, an Magdalena Pötsch für „Leben in der Welt der Dünnen“ („Der Standard“) und an Maik Großekathöfer für „Unter Druck“ („Der Spiegel“).
„Die ausgezeichneten Beiträge zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig die Herausforderungen sind, mit denen Kinder und Jugendliche konfrontiert sein können. Die qualitative mediale Aufarbeitung ist ein wichtiger Beitrag, um die Belastungen, Gefährdungen und strukturellen Probleme sichtbar zu machen“, so Juryvorsitzender Rudi Klausnitzer. (red)