UniCredit Bank Austria: Inflation stützt Konjunkturerholung
© Lukas Bezila/UniCredit Bank Austria
MARKETING & MEDIA Redaktion 18.02.2026

UniCredit Bank Austria: Inflation stützt Konjunkturerholung

Der Konjunkturindikator sieht für 2026 sinkende Teuerung und moderates Wachstum.

WIEN. Der UniCredit Bank Austria Konjunkturindikator ist im Jänner 2026 auf minus 0,5 Punkte gestiegen und erreichte laut Bank den höchsten Wert seit Sommer 2022. Bank Austria Chefökonom Stefan Bruckbauer sieht darin eine Fortsetzung der „leichten Expansion“ aus dem zweiten Halbjahr 2025.

Die Stimmung entwickelte sich jedoch uneinheitlich. Während sich der Dienstleistungssektor deutlich verbesserte und auch die Industrie von einem stabileren Exportumfeld profitierte, trübte sich die Lage am Bau weiter ein. „Die Stimmung im Dienstleistungssektor lag im Jänner sogar über dem langjährigen Durchschnitt und zudem waren die Serviceunternehmen in Österreich deutlich optimistischer als im Euroraum. In der Industrie und am Bau herrschte dagegen der Pessimismus weiter vor. Zudem war die Stimmung in beiden Bereichen deutlich schlechter als im Euroraum“, so UniCredit Bank Austria Ökonom Walter Pudschedl.

Nach einem BIP-Plus von 0,5 Prozent 2025 erwartet die Bank für 2026 ein Wachstum von 1,0 Prozent, 2027 von 1,5 Prozent. Getragen werde die Erholung von Inlandsnachfrage und stabilerer Außenwirtschaft. Die Arbeitslosenquote soll auf 7,3 Prozent 2026 und 7,2 Prozent 2027 sinken.

Für 2026 wurde die Inflationsprognose auf 1,9 Prozent gesenkt. Sinkende Energiepreise und nachlassende Zweitrundeneffekte könnten die Teuerung zeitweise unter das EZB-Ziel von zwei Prozent drücken. (red)

 

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