Zwischen Freiheit und Fürsorge
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MARKETING & MEDIA Redaktion 28.03.2025

Zwischen Freiheit und Fürsorge

Die Millstätter Wirtschaftsgespräche ’25 versammeln vom 9.–12. April führende Köpfe aus Wirtschaft und Politik.

WIEN/MILLSTATT. Staat oder Markt, Regulierung oder Wettbewerb, Eigenverantwortung oder Absicherung? Rund 40 hochkarätige Speakerinnen und Speaker aus Österreich und Deutschland debattieren Mitte April im Kärntner Millstatt wieder über die Zukunft der Verantwortung. Für spannende Diskussionen sorgen u.a. SVS-Generaldirektor Alexander Biach, der ehem. Finanzminister Gernot Blümel, Altkanzler und Berater Alfred Gusenbauer, BWB-Chefin Natalie Harsdorf, Erste Bank-CEO Gerda Holzinger-Burgstaller, Ex-Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Kocher und Neos-Gründer Matthias Strolz.

Wer trägt Verantwortung?

Die neunten Millstätter Wirtschaftsgespräche widmen sich einer der entscheidenden Fragen unserer Zeit: Wer trägt welche Verantwortung für den wirtschaftlichen Erfolg – oder auch für den wirtschaftlichen Misserfolg? Diese Fragestellung dreht sich nicht nur um Krisen und Konjunktur, sondern auch um strukturelle und kulturelle Aspekte.

In einer Phase, in der die Ansprüche an den Staat steigen, wirtschaftliche Unsicherheit zunimmt und gesellschaftliche Werte im Wandel sind, braucht es mehr denn je eine Auseinandersetzung über Verantwortung, Gestaltungsmacht und Zukunftsfähigkeit.
„Wirtschaftlicher Erfolg ist kein Selbstläufer. Aber wie viel Verantwortung kann und soll der Staat übernehmen?”, so die Initiatoren der Millstätter Wirtschaftsgespräche, Alfons Helmel und Markus Gruber. „Wo endet sein Mandat – und wo beginnt die Eigenverantwortung von Unternehmen, Bürgerinnen und Bürgern?” Diese Fragen seien „essenziell für eine stabile Zukunft”.

Balance von Markt und Staat

Schon beim Kick-off der Millstätter Wirtschaftsgespräche hatte Finanzprokuratur-Präsident Wolfgang Peschorn betont: „Die Erwartungen an den Staat wachsen – aber auch seine Herausforderungen. Staatliche Verantwortung bedeutet nicht, alles zu übernehmen, sondern kluge Rahmenbedingungen zu setzen, um Wirtschaft, Gesellschaft und Individuen zu befähigen.” Die Frage nach der Balance zwischen Markt und Staat zieht sich durch viele Diskussionen in Millstatt. Braucht es eine solidarisierte Hochleistungsgesellschaft? Sind wir schon in der Anspruchsfalle? Kann Europa ohne neuen Wettbewerbsgeist auf dem globalen Markt bestehen? Welche staatlichen Schutzmechanismen sind notwendig – und wo wird Überregulierung zum Wachstumshemmnis?

Als Diskutanten geladen sind, um die rot-weiß-rote Perspektive zu erweitern, auch der ehemalige deutsche Bundesminister Andreas Scheuer und Matthias Machnig, Vizepräsident des SPD Wirtschaftsforums und Wirtschaftsminister Thüringen a.D. (red)


Das Programm:
mwg.or.at/programm-2025/

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