Angebot-Nachfrage-Krux
© EHL
„Besonders dynamisch entwickelt sich die Nachfrage nach An­legerwohnungen“, berichtet EHL Wohnen-Geschäftsführerin Karina Schunker.
FINANCENET REAL:ESTATE Redaktion 10.04.2026

Angebot-Nachfrage-Krux

EHL-Marktupdate zum Wiener Wohnungsmarkt mit Rückblick auf das erste Quartal und einem Ausblick auf das Gesamtjahr 2026.

WIEN. Der Wiener Wohnungsmarkt ist laut EHL-Marktupdate Wiener Wohnungsmarkt für das 1. Quartal 2026 mit einer historisch einmaligen Verknappung in das Jahr 2026 gestartet. Die Fertigstellungszahlen im Bereich Miete und Eigentum hätten einen Tiefpunkt erreicht, und auch beim geförderten Wohnbau mache die Entwicklung keine Ausnahme.
Preise steigen

„Da der Mietmarkt nun schon das zweite Jahr von einem akuten Nachfrageüberhang geprägt ist, entwickeln sich die Preise flächendeckend weiterhin über der Inflationsrate. Gleichzeitig werden Lageunterschiede zunehmend eingeebnet. Diese Situation sorgt im Eigentumssegment für ein deutlich steigendes Interesse, wenngleich die restriktive Finanzierungsvergabe der Banken Kaufentscheidungsprozesse verlängert bzw. in manchen Fällen gar verhindert. Anlegerwohnungen profitieren hingegen von exzellenten Vermietungsaussichten und stabilen Renditen“, sagt, Karina Schunker, Geschäftsführerin von EHL Wohnen.

Angebotsseitig würden die eingetrübten Konjunkturaussichten und die geopolitische Unsicherheit durch den Irankrieg für zusätzliche Zurückhaltung bei Projektentwicklern sorgen. Es sei daher absehbar, dass sich ein Teil der ohnehin wenigen Projekte verzögern bzw. es wieder zu Stopps kommen werde. Dadurch werde das bisher prognostizierte Angebotsvolumen in den kommenden Jahren noch stärker limitiert werden.

Was den Ausblick auf das restliche Jahr betrifft, so sind die Prognosen laut Schunker für 2026 und darüber hinaus insgesamt von einem anspruchsvolleren, aber stabilen Marktumfeld geprägt, mit einer gewissen Aufwärtsdynamik bei den Preisen: „Die weiterhin hohe strukturelle Nachfrage nach neuem Wohnraum bildet unverändert eine solide Basis für positive Entwicklungen. Gleichzeitig zeigt sich die konjunkturelle Dynamik in Österreich aktuell moderat, was die Entwicklung kurzfristig etwas dämpft.“ (hk)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL