••• Von Helga Krémer
WIEN. „Der Blick auf die Entwicklung der Angebotspreise für Eigentumswohnungen im Gesamtjahr 2025 zeigt – nach einer Abkühlungsphase 2023 und 2024 – nun wieder eine deutliche Rückkehr zu früheren Trends. Waren beispielsweise 2023 noch in mehr als der Hälfte der Bezirke fallende Preise an der Tagesordnung, stiegen 2025 in acht von zehn untersuchten Regionen die Angebotspreise wieder“, fasst Judith Kössner, Leiterin des Immobilienbereichs bei willhaben, die Erkenntnisse des willhaben-Eigentumspreisspiegels zusammen. Dabei wurden mehr als 230.000 Inserate von Eigentumswohnungen ausgewertet und untersucht, wie sich die Angebotspreise im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 entwickelt haben.
2024 vs. 2025 im Vergleich
„Wir haben Angebotsdaten aus 110 verschiedenen Bezirken für den aktuellen Eigentumspreisspiegel analysiert. Insbesondere in den Ballungsräumen legen die Preise wieder zu. Alle Landeshauptstädte und so gut wie alle Bezirke in Wien haben sich 2025 preislich nach oben entwickelt“, erklärt Kössner. Wer sich 2025 allerdings in Oberwart (Burgenland; –17,2%), Tulln (Niederösterreich; –14%), Oberpullendorf (Burgenland; –12,5%), Leoben (Steiermark; –9,6%) und Neunkirchen (Niederösterreich; –6,1%) nach einer Eigentumswohnung umsah, erlebte die stärkste gegenteilige Entwicklung.
Genauer hinschauen
Kössner gibt jedoch zu bedenken, dass sich hier stets eine differenzierte Detailbetrachtung lohne: „Wir beobachten bei prozentuell besonders starken Veränderungen seit Jahren in vielen Bezirken so genannte Pendelbewegungen: Während es zunächst zu einem deutlichen Rückgang kommt, findet im Jahr darauf oftmals eine merkliche Erhöhung statt – oder umgekehrt. Schwankungen dieser Art können auf eine Vielzahl von Faktoren, wie etwa das stärker oder schwächer werdende Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage oder auch gezielte Stadtentwicklung sowie Infrastrukturprojekte in regionalen Märkten, zurückzuführen sein.“
Am meisten, am wenigsten
An der Spitze des Quadratmeterpreis-Rankings in absoluten Zahlen gab es 2025 wenig Bewegung, lagen doch Innere Stadt (Wien) und Kitzbühel (Tirol) erneut ganz vorne. Auf Platz drei schob sich Wieden (Wien), im Vorjahr noch auf Rang 4 gelegen.
War Wien-Innere Stadt (mit 13.718 €) in der Vergangenheit noch der einzige Bezirk im Bundesgebiet, in dem im Schnitt Wohnraum für einen fünfstelligen Betrag pro Quadratmeter angeboten wird, verzeichnete dies 2025 mit 10.056 € erstmals auch Kitzbühel. Dahinter rangiert wie erwähnt Wien-Wieden (8.618 €), gefolgt von Wien-Neubau (8.068 €) und Wien-Döbling (7.974 €)
Auf der Suche nach jenen Bezirken, in denen Interessenten pro Quadratmeter im Schnitt deutlich weniger ausgeben mussten, wurde man insbesondere in Murtal (1.481 €) in der Steiermark fündig. Auch in Lilienfeld (Niederösterreich; 1.585 €), Güssing (Burgenland; 1.649 €), Bruck-Mürzzuschlag (Steiermark; 1.688 €) und Leoben (Steiermark; 1.779 €) konnte man 2025 erfolgreich Liegenschaften unter der 1.800 € pro Quadratmeter-Marke entdecken.
