Bierproduktion weltweit rückläufig
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2025 wurde weltweit weniger Bier gebraut.
RETAIL Redaktion 23.07.2026

Bierproduktion weltweit rückläufig

Globale Produktion sank 2025 auf 189,6 Milliarden Liter Bier.

NÜRNBERG. Weltweit wird weniger Bier gebraut. Die globale Produktion ging vergangenes Jahr laut einer Analyse des Hopfenhändlers BarthHaas um 0,7 Prozent auf 189,6 Milliarden Liter zurück. Der Wert beinhaltet auch alkoholfreies Bier, das in einigen Teilen der Welt zuletzt an Bedeutung gewonnen habe.

Auch bei den „Schwergewichten“ sank der Ausstoß: In Europa um 1,6 Prozent auf 51 Milliarden Liter, insbesondere wegen Rückgängen in Deutschland und Polen. Deutschland konnte mit 7,9 Milliarden Litern dennoch Rang sechs der größten Bierproduzenten halten, hinter China, den USA, Brasilien, Mexiko und Russland. In Asien sank der Ausstoß um 1,2 Prozent auf 59 Milliarden Liter; China bleibt mit einem Anteil von mehr als einem Sechstel weiterhin größter Bierproduzent der Welt.

Zuwächse in Afrika und Südamerika
Nordamerika verzeichnete mit einem Minus von 1,9 Prozent auf 34 Milliarden Liter ebenfalls einen Rückgang: Allein in den USA fiel die Produktion um fast eine Milliarde Liter auf gut 17 Milliarden Liter, ein Anstieg in Mexiko auf knapp 15 Milliarden Liter konnte das nicht ausgleichen. In Südamerika stieg die Produktion dagegen um 1,7 Prozent auf 25 Milliarden Liter, vor allem dank Brasilien mit gut 15 Milliarden Litern. Noch stärker legte Afrika zu, mit einem Plus von 2,6 Prozent auf knapp 17 Milliarden Liter.

Beim Hopfenanbau ist Deutschland bei Anbaufläche und Erntemenge weiterhin weltweit die Nummer eins vor den USA. Global ging es aber auch hier zurück, und zwar schneller als beim Bier: Die Anbaufläche sank um 5,5 Prozent auf 52.660 Hektar, die Erntemenge um 3,8 Prozent auf 109.188 Tonnen. „Die Produktion überstieg auch 2025 den Bedarf“, sagt Heinrich Meier von BarthHaas.

Für das laufende Jahr erwartet BarthHaas kein Wachstum beim Bierausstoß: „Wir rechnen mit einer weitgehend gleichbleibenden, tendenziell etwas niedrigeren Produktion. Wachstum in Afrika, Asien sowie Mittel- und Südamerika dürfte durch Rückgänge in Europa und Nordamerika aufgezehrt werden“, sagt Geschäftsführer Thomas Raiser. (APA/red)

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