••• Von Christian Novacek
Der aktuelle Local Impact Report von Foodora Österreich zeigt, dass Lieferplattformen mehr sind als bloß ein Service für Großstädte. Die Plattform ist mittlerweile in mehr als 1.200 Städten und Gemeinden verfügbar und erreicht rund 73% der österreichischen Bevölkerung. Mehr als die Hälfte der angebundenen Orte sind kleinere Städte und Gemeinden. Mithin entwickelt sich die Zustellung zunehmend zu einem Wirtschaftsfaktor für lokale Betriebe und Regionen klar über Ballungsräume hinaus.
„Die Zahlen in diesem Report sprechen eine klare Sprache“, sagt Dragan Milovanovic, Managing Director von Foodora Österreich. „Für unsere Partnerbetriebe bedeutet das einen echten wirtschaftlichen Mehrwert: Sie erreichen neue Kunden und können auch in Städte liefern, die sie sonst nicht bedienen könnten. Lieferung ist längst kein Nice-to-have mehr, sondern ein nachweislicher Wachstumstreiber für lokale Unternehmen.“
Besonders profitieren kleine und mittlere Unternehmen. Ihr Anteil liegt bei rund 99% aller Restaurants und Shops auf der Plattform, etwa 70% der Betriebe stammen aus dem lokalen Umfeld.
Neue Vertriebsoption
Für viele Unternehmen eröffnet die digitale Präsenz einen zusätzlichen Vertriebskanal und Zugang zu neuen Kundengruppen. Laut den erhobenen Daten steigt das Bestellvolumen von Restaurants innerhalb der ersten sechs Monate auf der Plattform durchschnittlich um 18%. Durch In-App-Werbung können Betriebe ihren Umsatz im Schnitt sogar um 46% steigern.
Wie sich diese Entwicklung in der Praxis auswirkt, zeigt das Beispiel von Penny Österreich. Seit Beginn der Zusammenarbeit mit Foodora im Mai 2024 hat das Unternehmen sein Lieferangebot auf mehr als 70 Standorte in mittlerweile 29 Städten ausgeweitet. Beliefert werden dabei nicht nur Ballungsräume, sondern auch kleinere Städte und Gemeinden wie Parndorf, Leibnitz oder Stockerau. „Die Zusammenarbeit mit Foodora ermöglicht es uns, unseren Kundinnen und Kunden eine zusätzliche, bequeme Einkaufsmöglichkeit anzubieten und unser Lieferangebot auch außerhalb urbaner Regionen weiter auszubauen“, erklärt Niko Karras, Geschäftsführer von Penny Österreich.
Auch die Gastronomie profitiert von der steigenden Reichweite. Andreas Hammer, CEO der Grazer Restaurantgruppe Freigeist, berichtet von einem deutlichen Anstieg bei Bestellungen und Umsatz seit der Zusammenarbeit mit Foodora. Neue Kunden konnten gewonnen und Liefergebiete erschlossen werden, die zuvor außerhalb des klassischen Einzugsgebiets lagen. Vergleichbare Erfahrungen macht Elizabeth Wu, Geschäftsführerin der Restaurantkonzepte Iko, Little Koya, Nikkai und Hong Kong Cafe. Viele Gäste würden die Lokale zunächst über die Plattform entdecken und später zu regelmäßigen Besuchern mutieren. Für die Betreiber wird Foodora damit nicht nur zum Lieferkanal, sondern desgleichen zu einem Instrument für Marketing und Kundengewinnung.
Delivery Store mit Billa
Wie stark sich das Modell weiterentwickelt, zeigt die Kooperation mit Billa: Gemeinsam haben beide Unternehmen in Wien den ersten gemeinsamen Delivery-Store Österreichs eröffnet und damit einen neuen Schritt im Lebensmittelhandel gesetzt. Während Billa Sortiment und Infrastruktur bereitstellt, übernimmt Foodora die Zusammenstellung der Bestellungen sowie die Zustellung. Mehr als 6.000 Produkte können zu Supermarktpreisen bestellt und innerhalb von rund 60 Minuten geliefert werden. Für einen Großteil Wiens ist die Zustellung von Montag bis Samstag sogar bis 22 Uhr möglich.
Bananen sind immer gefragt
Erste Nutzungsdaten zeigen bereits eine hohe Nachfrage. Besonders gefragt sind klassische Lebensmittel des täglichen Bedarfs, allen voran Bananen, Kaisersemmeln und weitere Backwaren. Die stärkste Nachfrage wird an Samstagen sowie in den Abendstunden registriert – also offenbar genau dann, wenn die meisten stationären Märkte bereits geschlossen haben.