WIEN. Während der österreichische Einzelhandel weiter unter Druck steht, entwickeln sich die Weltläden gegenläufig. Während die Umsätze im Gesamthandel 2024 rückläufig waren, gab es 2025 für die Weltläden einen Push: Sie wuchsen um rund 10% und übertrafen damit auch den Biomarkt, der um 6,5% zulegte.
Mit 88 Standorten ist das Weltladen-Netzwerk das größte nachhaltige Fachhandelsnetz des Landes. Allein 2025 wurden vier neue Standorte eröffnet. „Dieses stabile Wachstum ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines klaren Gegenmodells zum konventionellen Handel: bewusster Konsum und ein Handelsmodell, das soziale Gerechtigkeit, ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Stabilität miteinander verbindet“, sagt Johanna Aigner, Geschäftsführerin der Arge Weltläden.
Fairer Handel und Klimaschutz gehen dabei Hand in Hand. „Genau deshalb ist Umweltschutz kein Zusatz, sondern ein verbindliches Grundprinzip des Fairen Handels“, so Aigner.
Mit der neuen Doppelspitze rund um Aigner und Obfrau Gerti Jaksch-Fliegenschnee will die Arge Weltläden das Netzwerk weiter stärken und zusätzliche Zielgruppen erschließen. Ziel ist es, faire Handelsstrukturen langfristig zu sichern und den stationären Handel durch ein wertebasiertes Konzept zu ergänzen.
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