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Eröffnung des neuen Standorts © BFI Wien

Standort Das im März 2020 vom BFI Wien eröffnete Ausbildungszentrum für Schweißtechnik befindet sich in der Franz-Grill-Straße im dritten Wiener Gemeindebezirk.

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Standort Das im März 2020 vom BFI Wien eröffnete Ausbildungszentrum für Schweißtechnik befindet sich in der Franz-Grill-Straße im dritten Wiener Gemeindebezirk.

Redaktion 20.03.2020

Eröffnung des neuen Standorts

Thema Fachkräftemangel: Das BFI Wien präsentierte das neue Ausbildungszentrum für Schweißtechnik.

••• Von Eva-Louise Krémer

WIEN. Das BFI Wien eröffnete kürzlich in der Franz-Grill-Straße in Wien-Landstraße Wiens modernstes Ausbildungszentrum für Schweißtechnik: Auf 1.300 m² können künftig bis zu 60 Personen gleichzeitig in den gängigsten Schweißverfahren ausgebildet werden. „In ganz Österreich werden Schweißer händeringend gesucht. Statt sie zu importieren, bilden wir sie aus und sorgen dafür, dass der Industriestandort Österreich mit Fachkräften versorgt wird”, so Franz-Josef Lackinger, Geschäftsführer des BFI Wien, beim Eröffnungspressegespräch Anfang März.

Im Auftrag des AMS Wien wird künftig zahlreichen arbeitssuchenden Personen das Handwerk des Schweißens sehr praxisbezogen nähergebracht: „Auch die voranschreitende Digitalisierung in der Metallverarbeitung ändert nichts daran, dass gute Schweißer auch in Zukunft sehr gute Jobaussichten haben”, so Lackinger weiter.
Neben arbeitssuchenden Personen haben am BFI Wien- Standort Franz-Grill-Straße aber auch Firmen die Gelegenheit, ihre Belegschaft in dieser für die Metallindustrie systemkritischen Kompetenz schulen zu lassen.

Ein Partner für die Industrie

„Neben unseren grundlegenden bzw. standardisierten Lehrgängen sind wir durch unsere langjährige Erfahrung in diesem Bereich in der Lage, auf die individuellen Bedürfnisse der Firmen einzugehen und maßgeschneiderte Aus- und Weiterbildungspakete zu besten Konditionen anzubieten”, so Lackinger.

Angeboten werden dabei unter anderem die gängigen Schweißverfahren Lichtbogenhandschweißen, Metallaktivgasschweißen, Metallinertgasschweißen, Wolframinertgasschweißen und Gasschmelzschweißen.

Hochmoderne Ausstattung

Damit sie das Handwerk bestens erlernen können, erwartet die künftigen Kursteilnehmer am neuen BFI Wien-Standort ein topmoderner Maschinenfuhrpark inklusive hocheffizientes Lüftungssystem: „Diese Facette war uns bei der Anmietung der Liegenschaft besonders wichtig, weil wir so nicht nur den Kursteilnehmern die beste Lernatmosphäre gewährleisten, sondern auch unseren Mitarbeitern ein angenehmes Arbeitsklima bieten können”, sieht Lackinger vor allem die Erfahrung und die Expertise des Teams vor Ort als großes Asset des neuen Ausbildungszentrums.

Die Praxis- und langjährige Schulungserfahrung der Kollegen sei der Garant dafür, dass die Kursteilnehmer sofort im Job anwendbare Fertigkeiten erlangten.

Mangelberuf Nummer 1

Auch wenn er etwas aus den Medien verschwunden ist, ist der Beruf des Schweißers in Österreich noch immer ein absoluter Mangelberuf. So kamen im Jahr 2019 auf 1.807 offene Stellen lediglich 759 in diesem Beruf Arbeitslose. Das ergibt laut WKO Fachkräfteradar eine sogenannte Stellenandrangziffer von 0,42 – auf 100 offene Stellen kommen 42 als arbeitslos gemeldete Personen. „2019 konnte also mehr als jede zweite Stelle nicht besetzt werden”, so Lackinger.

International ist der Beruf des Schweißers nach wie vor hoch in Mode. So hat Toyota, der japanische Pionier in Sachen Automatisierung, unlängst jene Roboter wieder aus den Werkhallen verbannt, die etwa das Chassis von Autos zusammengeschweißt haben – die Schweißnähte seien hie und da zu dick und unregelmäßig gewesen.
„Menschen können viel flexibler auf materialbedingte Unregelmäßigkeiten reagieren und dadurch viel genauer arbeiten”, erklärt Lackinger. „Das hat nicht nur aus Materialverbrauchssicht hohe Relevanz, sondern ist bei sicherheitskritischen Schweißnähten oft eine Frage von Leben und Tod”, sieht er abschließend kein Ende der Nachfrage.

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