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Kredite sind heuer stark gefragt © PantherMedia/Andriy Popov

Der Rubel rolltMehr als ein Drittel der Österreicher will 2020 eine größere Anschaffung tätigen.

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Der Rubel rolltMehr als ein Drittel der Österreicher will 2020 eine größere Anschaffung tätigen.

Redaktion 31.01.2020

Kredite sind heuer stark gefragt

Umfrage: 34% wollen ihr Geld verstärkt ausgeben, 33% wollen eher sparen – Kreditsumme steigt um 45%.

••• Von Reinhard Krémer

WIEN. Gute Nachrichten für die heimische Wirtschaft: Die Österreicher wollen heuer mehr Geld in den Konsum stecken. Laut einer Integral-Studie im Auftrag der Erste Bank planen 37% der Österreicher, 2020 eine größere Anschaffung zu tätigen.

22% (+5PP) wollen dieses Vorhaben mit einem Kredit oder einem Bauspardarlehen finanzieren. Eigene Ersparnisse wollen 79% dafür heranziehen, im Jahr 2018 waren es noch 89%.

Kreditsumme steigt kräftig

Auch die durchschnittliche Kreditsumme, die eingeplant wird, hat sich deutlich verändert: 85.400 € werden für 2020 pro Finanzierung eingeplant, 2018 lag die Summe noch um 45% niedriger und betrug 59.100 €. „Mehr als acht von zehn Kunden schließen bei uns bereits Fixzinskredite ab. Das ist gut, weil egal, was die Zinsen machen, die Rate bleibt unverändert und lässt Kreditnehmer ruhig schlafen”, hält Peter Bosek, CEO der Erste Bank, fest.

Große Unentschlossenheit

Große Unentschlossenheit bei den Österreichern, was sie 2020 mit ihrem Geld machen sollen: ausgeben oder doch ansparen? Gemäß den Befragten haben 34% vor, 2020 ihr Geld eher aus­zugeben als zu veranlagen.

Darunter befinden sich, wie die Studie zeigt, verstärkt Menschen ab dem 50. Lebensjahr. Ein weiteres Drittel gab an, ihr Verhalten bezüglich Sparen und Ausgaben nicht ändern zu wollen, und ebenfalls 33% der Personen wollen heuer mehr Geld veranlagen als im Vorjahr.
Obwohl die Klassiker des Veranlagens bei den österreichischen Sparern immer noch die statistisch begehrtesten Optionen sind, mussten sie im Vorjahresvergleich signifikant an Zustimmung einbüßen.
Während das Sparbuch mit 57% (–8PP) und der Bausparvertrag mit 42% (–7PP) einen deutlichen Rückgang erfahren, gewinnt das Segment Wertpapiere (Fonds, Aktien und Anleihen) drei Prozentpunke dazu. 33% geben demnach an, ihr Geld 2020 so veranlagen zu wollen. „Langfristig gesehen, ist das auch notwendig. Will man für später vorsorgen, kommt man an Wertpapieren einfach nicht vorbei”, sagt Bosek zu der Entwicklung. Die Summe, welche Sparer und Anleger planen 2020 zu investieren, beläuft sich dabei im Durchschnitt auf 5.300 €, also ein Minus von 400 € (–7PP).

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