FINANCENET
Rente im Fokus © PantherMedia / Fabrice Michaudeau

Umfrage: 85% wollen einen Online-Zugang zu ihren Kontoinformationen, 58% ein Portal für Anträge auf Auszahlung.

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Umfrage: 85% wollen einen Online-Zugang zu ihren Kontoinformationen, 58% ein Portal für Anträge auf Auszahlung.

Redaktion 06.05.2022

Rente im Fokus

Mehr als zwei Drittel für verpflichtende betriebliche Vorsorge; Pensionskassenkunden auffallend zufrieden.

WIEN. Valida Vorsorge Management präsentierte die von ihr beauftragte und vom Marktforschungsinstitut Spectra durchgeführte Trend-Studie zur betrieblichen Pensionsvorsorge.

Die repräsentative Studie vergleicht Zahlen von 2018, 2020 und 2022. Studienautor Christian Baumann, Partner bei Spectra, sagt: „Das Thema Betriebliche Vorsorge hat in den vergangenen Jahren an Aufmerksamkeit und Popularität gewonnen. Die Zustimmung zu einer verpflichtenden Pensionskassenlösung für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, wie es sie in anderen Ländern bereits gibt, ist auf 68 Prozent gestiegen. Mit 30 Prozent gibt knapp ein Drittel an, dass finanzielle Vorsorge seit der Pandemie für sie noch wichtiger wurde.” Beim Ausblick auf die künftige Pension zeigen sich Herr und Frau Österreicher nach wie vor skeptisch.

Dürre Jahre voraus

Der verfügbare Betrag in der späteren Pension wird von den Arbeitnehmern von heute im Schnitt auf 1.310 € geschätzt. 71% geben an, von ihrer zukünftigen staatlichen Pension nicht gut leben zu können. Frauen sind hier mit 76% deutlich pessimistischer als Männer (66%). Die 30- bis 39-jährigen haben die geringsten Erwartungen an ihre künftigen Pensionen; in dieser Altersgruppe rechnen 77% damit, dass die späteren staatlichen Leistungen nicht ausreichen werden.

Vorsorge ist wichtig

89% bezeichnen betriebliche Vorsorge als sehr wichtig oder wichtig. Die Bereitschaft, auch selbst vorzusorgen, ist sehr hoch. Mehr als ein Drittel (37%) aller Befragten mit einem Pensionskassenvertrag durch den Arbeitgeber bezahlt bereits Eigenbeiträge ein, um die spätere Pension zu erhöhen.

80% wünschen sich, dass Eigenbeiträge, frei von Lohnsteuer- und Sozialversicherungspflicht, direkt vom Bruttolohn in eine Pensionskasse übertragen werden können. Aus Sicht der Pensionskassen besonders erfreulich: 75% der Arbeitnehmer, für die ein betriebliches Vorsorgemodell abgeschlossen wurde, sind mit diesem zufrieden bis sehr zufrieden. 57% wissen, dass die Abfertigungsansprüche nicht nur per Einmalzahlung, sondern auch als monatliche Zusatzpension verwendet werden können. (rk)

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