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Verwaltete Gelder verdoppelt © Robert Polster

Gefragt „Nachhaltige Fondsprodukte sind aufgrund der zunehmenden Nachfrage eine wesentliche Ergänzung”, sagt Generaldirektor Gerald Fleischmann, Volksbank Wien.

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Gefragt „Nachhaltige Fondsprodukte sind aufgrund der zunehmenden Nachfrage eine wesentliche Ergänzung”, sagt Generaldirektor Gerald Fleischmann, Volksbank Wien.

Redaktion 28.02.2020

Verwaltete Gelder verdoppelt

Zahl der Sparpläne bei Union Invest/Volksbank stieg um ein Drittel – Investmentfonds in Österreich boomen.

WIEN. Das Geschäft mit Investmentfonds in Österreich boomt. Aufgrund der Nachfrage und der sehr guten Börsenentwicklung ist das von Privatanlegern österreichischer Volksbanken in Fonds von Union Investment veranlagte Volumen im Jahresverlauf 2019 um 20% auf einen neuen Höchststand von 3,3 Mrd. € per Jahresultimo gestiegen.

Nachhaltig ist im Fokus

Nachgefragt wurden vor allem offene Immobilienfonds, Aktienfonds und Multi-Asset-Produkte. Ein verstärktes Interesse gab es bei nachhaltigen Geldanlagen, deren Nettoabsatz um mehr als 50% von 57 im Jahr 2018 auf 87 Mio. € stieg. „Besonders freut uns die konstant hohe Nachfrage nach Sparplänen, deren Bestand in den letzten zwölf Monaten um knapp ein Drittel auf 91.000 gewachsen ist”, sagt Marc Harms, Geschäftsführer der Union Investment Austria. Generaldirektor Gerald Fleischmann von der Volksbank Wien betont die positive Entwicklung der Zusammenarbeit mit Union Investment: „Zu Beginn unserer Kooperation hätten wir es nicht für möglich gehalten, das verwaltete Fondsvermögen in nur vier Jahren zu verdoppeln.”

Österreich hat Potenzial

Seit dem Markteintritt von Union Investment Austria verzeichnet das Unternehmen robuste Wachstumszahlen. Während andere Anbieter Marktanteile verloren, konnte Union Investment überproportional wachsen und das verwaltete Vermögen von 1,6 per Ende 2015 auf nun 3,3 Mrd. € steigern.

Harms sieht das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht und unterstreicht das Österreich-Engagement der Fondsgesellschaft: „Wir sind noch lange nicht am Ziel. Der österreichische Markt bietet ein großes Potenzial.” Schlechte Nachrichten hat Fleischmann für Sparer, die weiter auf Zinsanlagen setzen: „Das negative Zinsniveau ist auf längere Zeit zementiert. Wir rechnen nicht mit nachhaltig steigenden Zinsen.”

Rendite muss her

Klassische Zinsanlagen müssten daher um renditestärkere Anlageformen ergänzt werden, betont Harms. Dass dies die Österreicher immer mehr berücksichtigen, zeigt die Zahl der Fondssparpläne, mit denen die Menschen ratierlich in Wertpapiere investieren. Im Jahr 2019 wurden bei den Volksbanken 21.000 neue Sparpläne abgeschlossen und damit so viele wie im Vorjahr; der Bestand wuchs dadurch um 30% auf nun 91.000 Sparpläne.

„Der Fonds-Sparplan ist das neue Sparbuch”, betont Fleischmann. Daher würden die Volksbanken auch in diesem Jahr alles daran setzen, noch mehr Kunden von Sparplänen zu überzeugen.

Ertrag bis zu 32%

Immobilien- und Aktienfonds sowie Multi Asset-Produkte waren im letzten Jahr die gefragtesten Anlageklassen. Die vier absatzstärksten Produkte im Jahr 2019 waren der immofonds 1 mit einem Nettomittelzufluss von 140 Mio. €, der UniAusschüttung mit 121 Mio. €, der UniRak Nachhaltig Konservativ mit 66 Mio. € sowie der UniGlobal mit 46 Mio. €.

Die Wertentwicklung der vier Fonds betrug zwischen zwei und 32%.

Nachhaltige Fonds gefragt

Ein wachsendes Interesse verzeichneten auch nachhaltige Investmentfonds – der Nettoabsatz stieg bei diesen Produkten auf 87 Mio. € (Vorjahr: 57 Mio. €). „Die nachhaltige Geldanlage ist für uns auch 2020 ein Schwerpunkt”, sagt Fleischmann.

Anfang 2020 erhielten der UniNachhaltig Aktien Global und der UniRak Nachhaltig Konservativ das Umweltzeichen als staatliches Gütesiegel zur Zertifizierung nachhaltiger Geldanlagen. Das Fondsvolumen an nachhaltigen Geldanlagen lag bei Union/Volksbanken per Ende 2019 bei 314 Mio. € (Vorjahr: 165 Mio. €). (rk)

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