HEALTH ECONOMY
Innovationstreiber © Pfizer

Forschung und Produktion von Arzneimitteln und Impfstoffen treiben Medizin und Wirtschaft, sagt das IHS.

© Pfizer

Forschung und Produktion von Arzneimitteln und Impfstoffen treiben Medizin und Wirtschaft, sagt das IHS.

Redaktion 27.08.2021

Innovationstreiber

Corona ist Forschungsmotor für die Industrie. Innovationen im Gesundheitssektor haben aber auch Schattenseiten.

••• Von Martin Rümmele

WIEN. In einer aktuellen Analyse hat das Institut für Höhere Studien (IHS) auf die Bedeutung von Innovationen im Gesundheitsbereich hingewiesen. Diese spielen auch bei der Bekämpfung der Coronapandemie eine entscheidende Rolle, etwa bei der Impfstoff-Entwicklung, sagte IHS-Gesundheitsökonom Thomas Czypionka. Er merkte aber an, dass Innovationen eine ausgabensteigernde wie auch ausgabensenkende Wirkung haben.

Wichtig sei es dem IHS gewesen, aufzuzeigen, dass Innovation viel mehr Aspekte habe, als nur den klinischen Nutzen und den Kostenfaktor. So hätten Weiterentwicklungen insbesondere auch Auswirkungen auf die soziale Teilnahme der Betroffenen, aber etwa auch auf die informell Pflegenden. Als Beispiel brachte Czypionka chronisch Kranke: Für diese sei es nicht nur wichtig, dass ihre Krankheit besser behandelt wird, sondern auch der Umgang mit derselben.
Durch neue Formen des Behandlung wie etwa durch den Einsatz von Telemedizin werde der Zugang für die Betroffenen niederschwelliger – und auch Verschlechterungen im Krankheitsverlauf würden früher erkannt. Diese Methode bringe aber auch Verbesserungen abseits der direkten krankheitsbezogenen Problematik. So seien durch per Telefon oder Videotelefonie abgehandelte Behandlungswege weniger stationäre Aufenthalte notwendig beziehungsweise sparen sich die Betroffenen lange Wartezeiten, was die nicht-krankheitsbezogene Lebensqualität erhöhe. Auch bringe eine Reduktion von stationären Aufenthalten weniger Krankenstandstage, was in höhere Produktivität mündet.

„Dinge anders machen”

Zur Corona-Impfung hieß es, diese sei ein „Triumph” der Innovationskraft in der Medizin und habe „enorme Auswirkungen” auf den Verlauf der Pandemie. Einzelne Personen würden spürbar profitieren und zugleich entstehe großer Nutzen für die gesamte Gesellschaft. Die Corona-Pandemie habe aber nicht nur aufgezeigt, wie wichtig Innovationskraft für die Entwicklung der Impfung war, sondern man habe dadurch auch gesehen, dass man „Dinge anders machen” kann.

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